"Das war schon heftig" - Sturm hinterlässt landesweit Schäden

Sturmtief "Eberhard" hat Sachsen voll erwischt: Aus allen Teilen des Landes werden Schäden gemeldet. Im Wald verschärfen die erneuten Sturmschäden ein drängendes Problem.

Dresden/Plauen - Sturm "Eberhard" hat in Sachsen großen Schaden angerichtet. Vielerorts im Freistaat ließen die Böen am Sonntagabend Bäume umstürzen, warfen Verkehrszeichen und Mülltonnen um und deckten Dächer ab. "Das war schon heftig", sagte gestern eine Sprecherin der Polizei in Chemnitz. Mehrere Menschen wurden bei Unfällen während des Sturms verletzt. Auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt, rollte aber gestern wieder. In Aue stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto. Der 58 Jahre alte Fahrer wurde dabei schwer verletzt. Auf der A 72 bei Chemnitz zog sich ein 47-Jähriger ebenfalls schwere Verletzungen zu, als der Wind seinen auf dem Seitenstreifen angehaltenen Kleintransporter umkippte.
Ab Sonntagnachmittag kam es auch im Zwickauer Raum und im Vogtland zu mehreren Polizeieinsätzen wegen Unwetterschäden. Dachziegel waren von Dächern gefallen, Strommasten waren umgeknickt, meist waren es aber umgestürzte Bäume, welche zu Einsätzen führten. Betroffen waren beide Landkreise gleichermaßen. In St. Egidien fiel während der Fahrt ein Baum auf die Motorhaube eines Skoda. Der 36-jährige Fahrer blieb unverletzt. In Glauchau stürzte eine Litfaßsäule um und traf ein Auto. In Bergen im Vogtland waren Oberleitungen auf 2 Pkw gefallen. Der Schaden hier beträgt 12 000 Euro. Der gesamte Unwetterschaden kann nicht beziffert werden. Personen kamen nicht zu Schaden. Zu über 40 Einsätzen mussten die Beamten der Polizeidirektion Zwickau ausrücken.
"Eberhard" verschonte am Wochenende keine Region in Sachsen: "Wir hatte wirklich überall Einsätze", sagte ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium. Der Sturm erreichte laut Deutschem Wetterdienst (DWD) an einigen Orten Orkanstärke. Die Sturmschäden in den Wäldern seien beträchtlich, sagte Sachsenforst-Sprecher Renke Coordes. 
Gestern sorgten schließlich Schneefälle zu spiegelglatten Straßen. Auf der A 72 stellten sich Laster quer und sorgten für eine kilometerlangen Stau.