"Danton" - Thema der Gegenwart

Rock'n'Roll, Kabarett und ein Appell an die Menschlichkeit - im König Albert Theater Bad Elster wird wieder Stoff für alle Sinne geboten.

Bad Elster - Die Musiker des Erfolgsmusicals "Buddy - die Buddy Holly Story" präsentieren am Freitag, 1. Februar, 19.30 Uhr, im König Albert Theater Bad Elster die rockende Tourneeshow "Buddy in Concert". Das König Albert Theater wird zur Hall of Rock 'n'Roll! Mit Hits wie "Oh Boy!", "Peggy Sue", "Heartbeat", "Rave On" und vielen anderen erwacht die Legende Buddy Holly wieder zum Leben. Aber auch Buddy‘s Zeitgenossen werden an diesem Abend im Fokus stehen. 
Am Samstag, 2. Februar, gastiert der bayerische Kabarettist Helmut Schleich um 19.30 Uhr erstmals mit seinem neuen Programm "Kauf, du Sau!" im König Albert Theater. Der bayerische Kabarettist und Imitator Helmut Schleich gilt als eine der charakteristischen Größen des deutschen Kabaretts: Seine unglaubliche Wandelbarkeit und seine "Spitzen-Texte" sind das Aushängeschild des gebürtigen Münchners. "Kauf, du Sau!" Ja, genau. Sie sollen kaufen. Und wenn Sie nichts kaufen, fliegen Sie raus! Denn: Wer nicht flüssig ist, ist überflüssig. Und überflüssige Menschen haben im Paradies der schönen neuen Warenwelt nichts verloren. Die verschmutzen nur das Konsumklima. 
Am Sonntag, 3. Februar, präsentieren die Landesbühnen Sachsen um 19 Uhr Georg Büchners berühmtes Drama "Dantons Tod" in einer Inszenierung von Peter Kube im König Albert Theater Bad Elster. Büchners Drama aus dem Jahre 1835 thematisiert eindrucksvoll eine äußerst aktuelle Frage unserer Zeit: Kann ein gerechtes System in Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit politisch durchgesetzt werden? Ein kraftvolles Stück und ein Appell an die Menschlichkeit. 1794 sind George Danton und Maximilien de Robespierre, einst Kampfgefährten und Anführer der Französischen Revolution, zu erbitterten Feinden geworden. Unter Robespierre haben die Jakobiner eine Schreckensherrschaft errichtet, deren Inbegriff die Guillotine ist. Danton leidet an seiner Schuld für die einst von ihm verantworteten "Septembermorde" an Gefangenen und wendet sich nun gegen eine Tugend- und Rechtsvorstellung, die mit Terror und Gewalt erzwungen werden soll. Beide sind taub für den Protest der Straße, wo das im fünften Revolutionsjahr immer noch hungernde Volk Gerechtigkeit und Wohlstand fordert. 
Doch mit welchen Mitteln soll der Kampf fortgeführt werden? Wie lassen sich die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mit der Grausamkeit vereinbaren, die der Preis für ihre Durchsetzung zu sein scheint? Geht es wirklich noch um die Revolutionierung der Verhältnisse oder beschränkt sich die politische Vision auf Machterhalt? Was passiert, wenn die Parteien hinter verschlossenen Türen verbissen ihre Positionen verteidigen, während sich draußen der "Bürger" radikalisiert? Das 1835 entstandene kraftvolle Drama ist eines der ersten dokumentarischen Theaterstücke, das mit der Verwendung wörtlicher Zitate und Umgangssprache in Bann zieht. Indem Büchner die Motive politischen Handelns untersucht und zeigt, wie politische Morde inszeniert werden, berührt er die großen Themen der menschlichen Existenz wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Utopie und Realität, Aktion und Resignation, Egoismus und gesellschaftliche Verantwortung.