Dachstuhl brennt lichterloh

Schreck in der Abendstunde. Meterhoch loderten in der Dunkelheit die Flammen aus dem Dachstuhl des Mehrfamilienhauses in der Oelsnitzer Karl-Liebknecht-Straße 39.

Von Renate Wöllner

Oelsnitz -  Die Freiwillige Feuerwehr, am Donnerstag, 19.46 Uhr, alarmiert, zieht die Schlauchleitung vom Hydranten auf der Kreuzung Brunnenstraße bis zum Gebäude, einem Altneubau Inzwischen haben sich zahlreiche Schaulustige auf der jenseitigen Straßenseite versammelt. Eine Mutter Frau mit drei jungen Kindern starrt entsetzt in die Flammen. Einer der Söhne weint bitterlich. Die Frau gehört mit ihrer Familie zu den sechs Mietparteien des Hauses, in dem sich vermutlich noch zwei Katzen aufhalten. Wie das Feuer entstanden ist, kann sich die Oelsnitzerin nicht erklären. Zum Glück hat sie ihre Eltern in der Stadt. Die Feuerwehr sei sehr schnell vor Ort gewesen, berichtet sie. Da meldet sich ein junger Mann zu Wort. "Ich habe die Feuerwehr alarmiert", erzählt der 14 Jahre junge Deni, der mit seiner Mutter an der Straße steht. Von der benachbarten Paul-Rebhuhn-Straße, habe er den Feuerschein bemerkt und ganz schnell die 112 gewählt.
Der Einsatz der Drehleiter über Haushöhe zeigt schnell Wirkung. Innerhalb von Minuten ist das Feuer eingedämmt und wird später gelöscht. Vor Ort sind die Wehren aus Oelsnitz, Taltitz, Magwitz und Planschwitz - eine Vorsichtsmaßnahme, damit genügend Atemschutzgeräteträger verfügbar sind, sagt Wehrleiter Jens Jacob. Trotz der Ausdehnung des Brandes spricht er von einem Standardeinsatz ohne sonderliche Schwierigkeiten. Ein Übergreifen auf Nachbarhäuser können die Kameraden verhindern, wenn auch beim Haus 42 nur knapp, sagt Jacob.
Die Polizei trennt Publikum und Hausbewohner, um sich Überblick zu verschaffen. Nicht nur die Bewohner des Brandhauses haben sich ins Freie gerettet. Auch die Leute aus den angrenzenden Häusern wurden evakuiert und in Ausweichquartieren untergebracht, teilt die Polizei mit. Die Behörde tappt bislang bei der Brandursache im Dunkeln. Die Höhe des Sachschadens könne derzeit nicht beziffert werden. Verletzt wurde niemand.