Dachmarke Vogtland wird weiter gestrickt

Der Tourismusverband strickt weiter an seiner Dachmarke Vogtland. Turbulent war es im Zeitraum Januar bis August. Nun fiebert das Vogtland dem Weltcup-Opening entgegen.

Auerbach - Die Vogtlandtouristiker hatten in den ersten acht Monaten dieses Jahres eine turbulente Zeit zu meistern, die sich auch im Ergebnis bei den Übernachtungen niederschlägt, resümiert der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Vogtland (TVV) Michael Hecht die Bilanz. Regen und Glatteis im Januar, die Konzentration der Ferienzeit im Februar auf lediglich vierzehn Tage, Ostern mit Schnee und klirrender Kälte und die Monate Mai und Juni mit Hochwasser und Starkregen. Kapriolen, die nicht unbedingt zum Reisen veranlassten. So verbuchten die Tourismusanbieter im Zeitraum Januar bis August ein Minus von vier Prozent bei den Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auf den Campingplätzen fehlen sogar 14 Prozent an Übernachtungen im gleichen Erfassungszeitraum. Lediglich der Monat Juli und zum Teil der Monat August konnten die Gesamtbilanz retten, so dass im Bereich der klassischen Hotellerie eine schwarz-rote Null steht. Dennoch plagen die Touristiker die Kosten, die ja auch entstehen wenn weniger Gäste anreisen, meint Hecht.

Nichtsdestotrotz sieht man optimistisch in die verbleibende Zeit des Jahres und fiebert dem Weltcup-Opening vom 22. bis 24. November in der Vogtland Arena entgegen. Bereits jetzt sei die Region rund um Klingenthal sehr gut gebucht. Hecht setzt bei weiteren Buchungsanfragen auf das Empfehlungsmanagement, so dass Gäste auf umliegende Hotels, Pensionen und Gasthöfe im Raum Auerbach, Plauen und Falkenstein gelenkt werden können.

Denn über ausreichend Shuttlebuss- und Sonderfahrten, seien diese Regionen gut an Klingenthal angebunden. Ein weiterer Punkt der in Auerbach stattgefundenen Vorstandssitzung des TVV war die weitere Umsetzung des Projektes "Dachmarke Vogtland". In den drei gebildeten Arbeitsgruppen Organisation und Struktur, Finanzierung und Beitragsordnung sowie Marken- und Produktentwicklung, komme man auf dem Weg zur Fusion der beiden Tourismusverbände Vogtland und Thüringen-Vogtland, Stück für Stück voran.

Thematisch konzentriert man sich auf die Kombination "Natur spüren, Musik fühlen und vier Länder entdecken". Darin eingebettet sieht Hecht die Entwicklung einer Vielzahl an Vorhaben mit Nachhaltigkeit für den Tourismus, die sich daraus entwickeln lassen und mit denen sich der Verband auf die neue Förderkulisse 2014 bis 2020 einstellt. Projekte mit Nachhaltigkeit und jene die über den berühmten Tellerrand hinausgehen und mehrere Tourismusanbieter in ein Vorhaben einbinden, würden da besonders gefördert. pdk