Da hört auch bei Carnevalisten Spaß auf

Plauen - Baumaßnahmen sind am Vereinsheim des Handwerker Carneval Club Plauen dringend erforderlich. Seit 1998 befindet sich der Sitz des HCC in dem Gebäude in der Dobenaustraße. Nach dem Erwerb des Hauses gab es zunächst viel zu tun.

103 Mitglieder gehören zum Verein. Das Haus wird täglich genutzt. Minis, Funken, Teenies, Damengarde, Elferrat, Männerballett, Playback Dance Company, Krampfadergeschwader und die Comedygruppe treffen sich hier regelmäßig. Sieben Gruppen trainieren bis auf die Sommerpause ständig. Und gerade da liegt eines der Probleme. Da die intensivsten Probenzeiten in die kältere Jahreszeit fallen, machen sich dort Isolierungs- beziehungsweise Dämmungsmängel besonders deutlich bemerkbar.

,,Wir müssten dringend etwas tun hier. Jedoch liegt es nicht nur an der Arbeitsleistung, sondern auch an den finanziellen Möglichkeiten", sagt Wolfgang Müller, der Präsident des HCC. FDP-Bundestagsabgeordneter Joachim Günther habe sich bereits sehr bemüht, das Anliegen des Vereins in der Stadtverwaltung vorzutragen. Bisher jedoch, so Müller weiter, habe man von Seiten der Stadt noch keinerlei Informationen bekommen. "Es gibt doch so viele Möglichkeiten für Förderungen und Unterstützung, warum ist es denn nicht möglich, so einem Verein wie unserem zu helfen. Von unseren Mitgliedern sind 38 unter 16 Jahre. Wir haben also eine Menge Kinder hier zum Trainieren. In der heutigen Zeit ist es doch wichtig den jungen Menschen eine Möglichkeit zu bieten, sich zu beschäftigen", fasst Müller die Dringlichkeit einer Sanierung des Gebäudes noch mal aus seiner Sicht zusammen.

 

"Vor allem die Jüngsten gehen richtig auf in dem Training hier. Sie haben unheimlichen Spaß am Tanzen. Deshalb sollte es dafür doch auch Unterstützung geben", nimmt der Vereins-Chef den Faden nochmal auf. "Trotz das wir ein eher sportlich gelagerter Verein sind, gehören wir zur Kultur. Dort habe ich neulich den Bericht über die Vergabe der Gelder gelesen. Bisher hatten wir zumindest einen kleinen Teil abbekommen.

In diesem Jahr scheint das nicht so. Wir haben weder etwas davon gehört noch gelesen. Wo es doch so eine beachtliche Summe war, die verteilt wurde. Es wäre wirklich sehr wichtig für uns und wir hoffen sehr, dass es da noch eine Chance auf Fördermittel für uns gibt", so Müller noch mal eindringlich.

Er selbst ist seit 14 Jahren beim Club und bereits neun Jahre Präsident. Seine Frau, seine Tochter und Enkeltochter wirken ebenfalls mit, wie auch bei anderen die komplette Familie ins karnevalistische Treiben einbezogen wird. Dennoch werde immer Nachwuchs gesucht und jeder der Lust und Laune hat mitzumachen, sei herzlich willkommen, rührt der Chef in eigener Sache abschließend die Werbetrommel.