"Corona-Laptops" für Oberschüler

20 Laptops, mit der nötigen Software ausgerüstet, überreichten Bürgermeister Steffen Zenner und Stadtmitarbeiter Nick Grimm am Donnerstag den Schülerinnen und Schülern der Dr.-Christoph-Hufeland Oberschule Plauen, Außenstelle Produktives Lernen.

Von Gabi Kertscher

In der ehemaligen Allendeschule werden 40 Jugendliche in zwei Klassenstufen auf das Arbeitsleben vorbereitet. In enger Zusammenarbeit mit Betrieben wird ihnen Unterrichtsstoff für den Hauptschulabschluss und Berufspraxis vermittelt. Bisher arbeiteten sie im Informatikunterricht mit Uralt-PCs aus dem Jahr 2004. Die neuen Laptops sind die ersten von insgesamt 300 für Oberschulen und Gymnasien der Stadt. Für die Grundschulen wurden 154 Tablets bestellt.

Dank einer frühzeitigen Bewerbung um Fördergelder erhielt Plauen als erste Stadt im Vogtland Geldmittel aus dem Digitalpaket des Bundes. Insgesamt 300.000 Euro. Die sogenannten "Corona-Laptops" stecken, zusammen mit Maus und Ladekabel, in speziellen Rucksäcken und werden in der Schule verwahrt. Sollte es zu Quarantänen kommen, können die Geräte mit nach Hause genommen werden. Viele der Kinder haben bereits privat Laptops, so dass die Schulgeräte für jene Schüler sind, die keine eigenen Laptops besitzen. Nick Grimm ist verantwortlich für die digitale Zukunft der Stadt Plauen und auch für die Digitalisierung in den Bildungseinrichtungen.

Er habe bereits drei Stunden nach Bekanntwerden der Fördermaßnahme den Antrag eingereicht, so dass diese ersten Geräte übergeben werden konnten, erklärte Bürgermeister Steffen Zenner. Außerdem plant Plauen die Einstellung eines "digitalen Hausmeisters". Dieser soll dann Ansprechpartner für die Schulen sein. Nicht jede Schule und jeder Lehrer sei fit im Umgang mit der Technik und diese Lücke soll von ihm geschlossen werden. "Für die Stelle wurde ein Förderantrag gestellt. Plauen ist damit die erste sächsische Kommune mit einem IT-Koordinator für Schulen."