Cloozy stochert im Leben

Plauen - Was haben eine Bank und ein China-Imbiss gemeinsam? Die Geld- und Hundebesitzer geben ihre Sachen ab und - das wars dann. So schwarz kann Humor sein, zumindest der von Cloozy Haber.

Die Kabarettistin gab am Freitag Abend in der Kapelle Neuensalz mit ihrer ersten Soloshow "Cloozy und Konsorten" einen Einblick in das Leben mit all seinen Facetten. Und an Erfahrungen ist die mittlerweile 47-jährige Berlinerin reich, dazu kommt ihre schier unendliche Kommunikationsfreude - in welchem Dialekt auch immer.

1965 in Berlin geboren, wählte sie zunächst die darstellende Kultur und studierte in Babelsberg Trickfilm, stand dann später auch bei Filmproduktionen immer öfter hinter der Kamera. "Doch irgendwann wollte ich das nicht mehr. Ich machte eine Pause und ging 2006 nach New York." Dort trat sie in Comedy-Clubs auf und schaffte es sogar auf die Bühne des legendären Apollo Theatre. So wagte sie auch in Deutschland den Neustart als Kabarettistin und konnte schon zwei Preise abräumen. Den Auftakt im Malzhaus markierte die Musikerin Karin mit ihrer Geige.

Sie lebt selbstredend im amtlichen Problembezirk Neuköln und hat so ihre Problemkreise. Es geht um Computer(sucht), Spam-Mails, Kennenlernen im Internet und das erste im Frust endende Treffen der Geschlechter. Auch Ausländer-Integration, der Alterungsprozess - insbesondere der der Weiblichkeit - wurde in fast allen Facetten erläutert.

Nach der Pause übernahm im braven Qutfit die Sekretärin Helga Raspel die Bühne. Die biedere Sekretärin aus Hamburg erläuterte in norddeutschem Dialekt ihre Tätigkeit - samt Chef, Belegschaft, neuer Büromöbel und schwer bedienbarer Fax-Geräte. "Man erkennt sich selbst wieder" meinte beim Hinausgehen eine Besucherin und wischte sich die Lachtränen aus den Augen. IRS