CDU fordert vom Vogtlandkreis, mehr zu sparen

Die CDU Vogtland reagiert auf die Debatte zur Höhe der Kreisumlage: Sie fordert den Vogtlandkreis auf, mehr zu sparen - und macht dazu eigene Vorschläge.

Plauen - Die CDU-Fraktion im Kreistag lehnt die Erhöhung um 800 000 Euro für freiwillige Aufgaben ab und will stattdessen die Beträge auf dem 2012er Niveau einfrieren, heißt es in einer CDU-Pressemitteilung. "Ebenso wurde unser Vorschlag, alle Ausgabenbereiche mit einer ein- bis zwei-prozentigen pauschalen Kürzung zu versehen, positiv aufgenommen."

Die CDU erwarte von der Verwaltung in allen Bereichen strenge Haushaltsdisziplin. Mehrausgaben müssten dann "von den Fachämtern begründet werden", erklärt CDU-Kreisvorsitzender Sören Voigt. Man müsse sich klar werden, was für den Vogtlandkreis zukünftig wichtig sei. "Wir werden uns nicht mehr alles leisten können, sondern werden Prioritäten setzen müssen.

Die Kostenexplosion im sozialen Bereich und im Bereich der Jugendhilfe ist über alle Landkreise in Sachsen ein Problem. Bei den Sozialausgaben müssen wir deshalb darauf achten, dass, wo immer es Ermessensspielräume gibt, maßvoll, vernünftig und gerecht mit öffentlichen Geldern umgegangen wird. Helfen, wo immer dies nötig ist, ist gut - eine Übervorteilung lehnen wir hingegen ab", sagt Voigt.

Auch im Investitionshaushalt (Priorität 1) sieht die CDU-Fraktion Einsparmöglichkeiten. Der IT-Bereich sei sehr üppig bedacht worden. Fraglich ist laut Voigt, ob in den kommenden beiden Jahren, neben dem "Wettbewerblichen Dialog IT für das neue Landratsamt" und der vom Kreistag beschlossenen "EDV-Prozessanalyse" mehr als 1,2 Mio. Euro, unter anderem für 500 neue PCs, notwendig seien. va