Buntes Treiben im Syrauer Pfarrgarten

"Das Gelände ist ja geradezu ideal für ein solches Fest. Die Arche bietet - auch für den Fall schlechten Wetters - Raum für den Gottesdienst zu Beginn und die Freiflächen rundherum Platz zur Anlage der Stationen für die Kinder und auch Raum zum herumtoben. Schließlich brauchen die Heranwachsenden neben der Gelegenheit auch den Platz sich zu bewegen."

Der Treffen stand unter dem Motto "Ein römischer Tag" unter bezug auf die Zeit um die Zeitenwende vor 2000 Jahren. Aufhänger für das diesjährige Treffen war die Aussage "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig" aus dem Evangelium.

Martina Rohloff, Gemeindepädagogin der Plauener Paulusgemeinde, hatte im Gottesdienst die Geschichte der Margarete Steif eingebunden, die selbst, vor mehr als 200 Jahren behindert an den Rollstuhl gefesselt, nie verzagte und ihr Schicksal angenommen hatte. Danach galt es, in zehn Stationen den verschiedensten Tätigkeiten nachzugehen und Fähigkeiten und Wissen kundzutun.

Jeder Teilnehmer konnte sich für drei davon entscheiden. Da wurde Brot gebacken, getöpfert und römische Gewänder geschneidert, Sandalen selbst gefertigt oder auch Gold gewaschen. Und auch der Spieltrieb wurde befriedigt: Neben einem Streitwagenrennen fand das traditionelle Völkerballturnier statt, dessen Sieger den Pokal nach Hause entführen durfte. Unter den 15 teilnehmenden Kirchgemeinden gelang das den Limbachern, die durch Jocketaer verstärkt, antraten. Sie hatten den Pokal bereits im Vorjahr errungen.

Rohloff zeigte sich begeistert von der Atmosphäre im Freigelände: "Toll, welche Entfaltungsmöglichkeiten die mehr als 100 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren hier haben. Und sogar das Wetter spielt mit." Und auch die Kinder waren vollauf angetan. So wollte sich Sophie Kotov so gar nicht vom Streitwagen trennen, den sie begeistert gezogen hatte und die Steeger-Schwestern Karen und Ellen waren stolz auf ihre selbst kreierten Gewänder, die sie zu römischen Damen machten.