Bundestagswahl 2013 - Sie haben die Wahl

204 500 Vogtländer sind aufgerufen, am Sonntag an die Wahlurne zu gehen. Sieben Direktkandidaten stehen zur Wahl, dazu zwölf Parteien auf den Landeslisten. In 40 Orten gibt es 277 Wahllokale.

Plauen - Im Vogtland sind am Sonntag 204 500 Stimmberechtigte aufgerufen, den Bundestag zu wählen. Dabei können sie sich mit ihrer Zweitstimme zwischen den Landeslisten von zwölf Parteien entscheiden. Erstmals im Freistaat mit dabei sind die Alternative für Deutschland (AfD), die Bürgerbewegung pro Deutschland, die Freien Wähler und die Piratenpartei. Die Wahllokale öffnen von 8 bis 18 Uhr. Spannend ist aber noch mehr die Frage, welcher Direktkandidat aus dem Vogtland nach Berlin ziehen wird. Bei sieben Direktkandidaten kann der Vogtländer unter der Erststimme ein Kreuzchen machen.

Wird sich der "Platzhirsch" Robert Hochbaum (CDU) behaupten und das Vogtland eine weitere Legislatur in der Hauptstadt vertreten? Zur Wahl 2009 holte er satte 40 Prozent. Zweitbestes Ergebnis erzielte Janina Pfau von der Linken mit 24,9 Prozent. Sie tritt zum zweiten Mal an. Ob sie Rang zwei hält oder der agile Benjamin Zabel von der SPD mehr Wählerstimmen von ganz links oder auch weiter rechts abziehen kann, bleibt abzuwarten. Mit Zabel und dem Liberalen Martin Treeck wollen zwei Neulinge in Berlin mitmischen - und in die Fußstapfen der bisherigen vogtländischen Vertreter - Rolf Schwanitz (SPD) und Joachim Günther (FDP) treten. 15,9 Prozent holte Schwanitz vor vier Jahren, Günther 9,5 Prozent. Erstmals tritt auch Agnes Russo von den Grünen an - ihr Vorgänger-Kandidat von vor vier Jahren schaffte damals 4,3 Prozent.

Dass es wohl in dieser Legislatur nichts wird mit dem Einzug in den Bundestag, daraus macht Pirat Kai Grünler keinen Hehl. Er trete an, um der Piraten-Partei im ganzen Stimmen und den Einzug in den Bundestag zu ermöglichen. 254 herkömmliche Wahllokale gibt es. Rund 2000 Wahlhelfer sind am Sonntag von morgens 8 Uhr bis gegen Mitternacht auf Achse. Die meiste Arbeit beginnt für die Helfer nach 18 Uhr, wenn die Wahllokale schließen und die Stimmzettel gezählt und ausgewertet werden. Mindestens drei Wahlhelfer müssen pro Wahllokal verfügbar sein - bei der Auszählung sogar fünf. Auf dem Vormarsch ist auch im Vogtland die Briefwahl. Zwölf Prozent der Wähler haben sie in den 23 Briefwahl-Lokalen bereits genutzt. cze