Bürger sprechen Klartext

"Wir sind hier in einem der schönsten Plauener Gebiete mit wenig Makeln", begrüßte Bürgerbüro-Mitarbeiterin Nadja Friedländer-Schmidt die Teilnehmer der Ortsbegehung durch Reusa, Kleinfriesen und Sorga.

Von Gabi Kertscher

Plauen Zu Beginn der Begehung am Mittwoch informierte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer die Anwesenden darüber, dass das Reusaer Waldhaus weiter geöffnet haben soll, abgesehen von den derzeitigen Einschränkungen. Es werde alles daran gesetzt einen Betreiber zu finden. Hinsichtlich des unbefestigten Wegteils der Darwinstraße informierte GAV-Chef Peter vom Hagen, dass die Schäden demnächst repariert würden. Die wilden Grüngutablagerungen im Reusaer Wald oberhalb des Schäfereiweges wurden von Anwohner Bernd Haßler bemängelt. Durch das übermäßige Freischneiden des Wanderweges auf über vier Meter, würden jetzt diese und andere Ablagerungen zu sehen sein. Es müsse beobachtet werden, wer von den Bürgern hier entsorgt. Dazu seien auch die Anwohner aufgefordert, derartige Vergehen zu melden. Der Trampelpfad an der Eugenie-Schumann-Straße bildete einen weiteren Punkt des Rundgangs. Hier haben die Leute eine Abkürzung geschaffen, die mitten durch eine Wiese führt. "Wenn der Stadtrat die Änderung der Grünanlagen- und Gebäudesatzung ändert, wird die Anlage zur öffentlichen Grünanlage", ließ Steffen Ullmann, Leiter des Fachgebiets Tiefbau wissen. Dann werde auch der Weg befestigt.
Der Zustand der oberen Wiese des Kleinfriesener Parks ärgert ebenfalls viele Anwohner. Er sei ungepflegt und werde nicht gemäht. Den unteren Teil und rund um den Teich unterhält die Immobilienservice Plauen GmbH (ISP). Der obere Teil ist in Privathand und gehört der Terrafinanz. Man werde sich mit dem Eigentümer in Verbindung setzen. Kerstin Schuller von der ISP stimmte zu, auf den Stadtflächen stellenweise Bereiche für Wildblumen, Bienen und andere Insekten zu erhalten.
Roland Gruber ist Anwohner im Zolaweg. Durch zu starkes Salzen in den Wintermonaten auf dem Weg mit Hanglage gehen seine Thujasträucher ein, beklagte er. Auch die des Nachbarn seien betroffen. Es sei nicht nötig mit so viel Salz zu streuen. Er ergänzte, dass das Salz teilweise bis in den Garten spritze. "Split reicht hier vollkommen", ergänzte er seine Ausführungen. Peter vom Hagen erklärte, dass in diesem Gebiet der Winterdienst der Stadt zuständig sei und es werde Rücksprache genommen.
Der letzte Abschnitt der Ortsbegehung verlief entlang der Alten Reichenbacher Straße. Ein Teil des Fußweges sei nicht begehbar. Das werde sich ändern, erklärte Steffen Ullmann, Leiter des Tiefbauamtes. Ende März sollen die Bauarbeiten zwischen der Äußeren Reichenbacher Straße und der Dr.-Friedrich-Wolf-Straße beginnen. "Wenn es im Juli dann weiter bis zur Löberingstraße geht, sind die Fußwege eingeschlossen."
Das Außengelände am Sportplatz der SG Stahlbau macht einen ungepflegten Eindruck. Außerdem werden durch den Wildwuchs von Sträuchern und das alte Laub die Parkmöglichkeiten eingeschränkt. Roland Gruber zeigte anhand von abgestellten Fahrzeugen, wie eng an verschiedenen Stellen der Weg geworden ist. Kinderwagen oder ältere Menschen mit Rollator haben kaum die Möglichkeit, auf dem alten Asphalt zu laufen. Oberbürgermeister Oberdorfer gab dem Plauener recht und schlug verschiedene Möglichkeiten vor. Anja Ullmann versprach, dass sich die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsorganisation darum kümmern werde.