Brücke in Reuth später fertig als erhofft

Reuth - Die in Regie der Gemeinde Reuth bei der Recyclingfirma im Bau befindliche Brücke über die Eisenbahnstrecke Plauen-Hof wird nicht wie Ende Juli fertig - sondern zwei Monate später. Das wurde in der Ratssitzung bekannt, obwohl das Thema nicht auf der Tagesordnung stand.

Gemeinderat Frank Baumann hatte das Thema angeschnitten. "Derzeit liegen die Planungen für eine Fertigstellung im September", sagte Bürgermeister Ulrich Lupart. Am 30. Juli habe er ein Gespräch mit der Baufirma, der UTR Schönbrunn GmbH. Nach Ansicht des Gemeindeoberhauptes ist ein früherer Fertigstellungstermin möglich. "Mitte August ist akzeptabel, aber nicht Mitte September - die Firma kann im Schichtbetrieb arbeiten."

Das schließt UTR-Geschäftsführer Thomas Freundel aus. "Wir haben Urlaubszeit, dazu fehlen uns derzeit die Fachkräfte", sagt er auf Anfrage unserer Zeitung. "Wir haben von Beginn an gesagt: Die Termine sind bloß zu halten, wenn nur ein Monat Winter ist." Das hatte auch Bürgermeister Ulrich Lupart zu Beginn der Arbeiten im Vorjahr im Gemeinderat bekannt gegeben. Zwar stellte am Mittwoch UTR-Chef Freundel fest, dass der Fertigstellungstermin "etwas euphorisch" gewesen sei. "Bekanntlich war der Winter länger und hinzu kam die extreme Nässe mit den Niederschlägen im Mai/Juni."

Deshalb habe die Baufirma im Frühjahr auf eine spätere Fertigstellung hingewiesen. Denn besonders die Erdarbeiten zur Anbindung der Brücke an bestehende Straßen sind laut Freundel durch die nasse Witterung extrem beeinflusst worden. Der Brückenbau selbst sei problemlos über die Bühne gegangen. Freundel: "Auf der Baustelle wird vernünftig durchgearbeitet und das Ziel Fertigstellung Mitte September ist realistisch." j.st.