Brenzlige Situation für Verwaltungsverband Jägerswald

Die brenzlige Situation für den Verwaltungsverband Jägerswald im Hinblick auf die bevorstehende Runde der Gemeindegebietsreform erklärte der Tirpersdorfer Bürgermeister Reiner Körner zur Gemeinderatssitzung am Donnerstag.

 

Zunächst berichtete er von der Sitzung der Volksvertreter in Bergen, das Dorf ist eines von vier Verbandsmitgliedern. Dessen Räte votierten für den Zusammenschluss von Bergen mit der Stadt Falkenstein. Körner habe darum gebeten, den Beschluss zu vertagen, sei aber damit nicht durchgekommen. Der Bergener Gemeinderat habe am 22. Juni beschlossen, aus dem Verwaltungsverband Jägerswald auszutreten. Der entsprechende Beschluss der Falkensteiner zur Aufnahme von Bergen stand Donnerstagabend an. Das beiderseitige Begehren müsse dann der Kommunalaufsicht unterbreitet werden, schilderte Körner das Procedere.

Der Bürgermeister wendet sich jetzt mit einem Brief an die Bürger des Verwaltungsverbands. Die vier Gemeinden, zu denen noch Werda und Theuma zählen, könnten eine Einheitsgemeinde bilden, schlägt er vor. Nur noch ein Haushalt, höhere Schlüsselzuweisungen, Erhalt des ländlichen Charakters - so sieht er die Vorteile der Alternative. Die Bürger sollten in die Entscheidung einbezogen werden. Körner visiert nach der Sommerpause eine Einwohnerversammlung an. Am 23. Juli wird bei einem Gespräch mit Landrat Dr. Tassilo Lenk das weitere Vorgehen abgesteckt. Gemeinderat Hans-Peter Ludwig wies darauf hin, dass viele Gemeinden durch die neue Situation betroffen sind. Auch Bad Elster erfülle zum Beispiel nicht die angestrebte Gemeindegröße von mindestens 5000 Einwohnern.

"Der Verwaltungsverband hat eine gut funktionierende Verwaltung aufgebaut. Das hat auch Bergen bestätigt. Es gibt keine Veranlassung, dass alles auseinander zu dividieren", schloss Körner.  R.W.