Brennpunkt: Stadtzentrum in Plauen

Wie sicher ist Plauens Stadtzentrum? Die SPD-Stadtfraktion hatte am Dienstag zum Rundgang geladen.

Sachsens Polizeireform wird gerade auf den Weg gebracht. Ein Bild vor Ort wollte sich auch aus diesem Grund der sicherheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion des Sächsischen Landtages verschaffen, wie Landtagsabgeordnete und SPD Stadträtin Juliane Pfeil-Zabel vorab informierte.

Eingeladen waren Bürger, Oberbürgermeister, Vertreter des Polizeireviers und des Ordnungsamtes. Polizeidirektor Conny Stiehl ließ jedoch ausrichten, man nehme zwar am danach anberaumten internen Gespräch teil, am Rundgang jedoch nicht. Es blieb nur wenig Zeit, um Plauens Brennpunkte in Sachen Sicherheit zu streifen. Vom Luther-Park kam man nur bis zum Tunnel. Lichthof und Rondell blieben ausgespart. Die Zeit im Nacken verlief die Vorort-Diskussion dann auch leicht holperig. Und auch die zu diskutierenden "Problemfälle" zeigten sich gerade nicht auf der Bildfläche.

Videoüberwachung, Alkoholverbot und Wildpinkler waren Themen. Plauens Ordnungsamtsleiter Wolfgang Helbig, der übrigens am Mittwoch verabschiedet wird, wünschte sich in Richtung Land mehr Rechte für die Mitarbeiter im gemeindlichen Vollzugsdienst nach dem Beispiel Bayerns.

So zum Beispiel Anhalterecht im verkehrsberuhigten Bereich. Das spare Polizeikräfte. "Wir wären gut selbst in der Lage, zum Beispiel einen Lampionumzug abzusichern und dafür nicht extra Polizei anzufordern", fand Helbig. Doch rechtlich sei das nicht geregelt.

In Sachen Ausbildung von mehr Polizeibediensteten machte Albrecht Pallas Hoffnung. So werden heuer 600 Beamte ausgebildet, 2018 seien es dann 700. Ab 2019 könne man dann mit einer Verbesserung der Situation rechnen. Marlies Dähn