Brandursache bei Schneiders bleibt ungeklärt

Plauen - Mehr als sieben Monate sind seit der verheerenden Brandnacht bei Landwirt Bernd Schneider im Plauener Ortsteil Zwoschwitz vergangen. Am 27. September musste er zusehen, wie sein Stallgebäude bis auf die Grundmauern niederbrannte (wir berichten).

 

Erst fünf Jahre stand der Bau und wurde durch Eigenleistungen errichtet. In den Flammen starben damals 23 Mastbullen. Der Bauer gab nicht auf. "Ich mzss halt damit Leben. Ich habe gleich am nächsten Tag nach vorn gedacht", sagt Bernd Schneider dem Vogtland-Anzeiger.

 Im März konnte der Wiederaufbau beginnen. "Wir wollten eigentlich schon im Januar anfangen. Der lange Winter hat mich geärgert." Inzwischen steht das Fundament und die Seitenwände sind hochgezogen. "In drei Wochen kommt das Dach." Das Gebäude hat die gleiche Fläche, wie der abgebrannte Stall, aber eine entscheidende Änderung. "Das Stroh haben wir nicht mehr mit im Stall." Dies soll nun aus Sicherheitsgründen außerhalb des Stalles gelagert werden, sagt der Landwirt. Noch immer froh ist er über die breite Unterstützung. "Viele Kauschwitzer haben mir geholfen. Dafür möchte ich mich auch noch einmal bedanken."

 Durch den fehlenden Stall haben die Tiere im langen Winter gelitten. "Sie haben die Zunahme nicht gebracht." Sie mussten den Winter in einer kleinen Behausung verbringen, so der Bauer. Einige Tiere überwinterten auch an einer geschützten Waldschonung.  Für den entstandenen Schaden ist die Versicherung des Bauers aufgekommen, erzählt er. Die Schadenshöhe liegt bei mehr als 200 000 Euro. Weiter unklar ist die Brandursache. Auch der Einsatz eines Spürhundes brachte keinen Erfolg. Ob es Brandstiftung war, wird wohl nie geklärt werden können, schätzt Rolf Bauer ein. Indizien auf Brandbeschleuniger seien nicht gefunden worden.  Schneiders Tierbestand ist nahezu wieder auf dem Stand von September, sagt er. mar