Bräunig für Einheitsgemeinde Klingenthal-Zwota

Schon seit längerer Zeit geistert die Idee einer Einheitsgemeinde aus Klingenthal und Zwota durch die Lande. Jüngst erst haben das die Gemeinden des Waldgebiets mit dem neuen Ort Muldenhammer vorgemacht. Doch obwohl schon seit etlichen Jahren eine Verwaltungsgemeinschaft zwischen Klingenthal und Zwota besteht, wurde aus einer "Hochzeit" bisher nichts. Aus Sicht des neuen Klingenthaler Bürgermeisters, Enrico Bräunig, führt daran aber kein Weg vorbei.

 

Spätestens 2016, so sieht es der ehemalige Landtagsabgeordnete, wird diese per Gesetz verordnet. Dann aber seien sämtliche "Zuckerbrote" in Form eines Geldsegens, den der Freistaat derzeit noch für freiwillige Zusammenschlüsse zahlt, ein für allemal dahin und beide Orte schauen in die Röhre. Aus diesem Grund wirbt Bräunig offen für einen Zusammenschluss, der beiden Kommunen nützen würde.

 

Schließlich lägen die Haushalte hier und dort im Argen, die durch die sogenannte "Sprinter-Prämie" beim Zusammengehen saniert werden könnten. Außerdem winken jährliche Zuweisungen in Höhe von rund 250 000 Euro. Die daraus resultierenden finanziellen Freiräume sollen nach seinen Vorstellungen für Investitionen genutzt und in diesem Zusammenhang durch Fördermittel "veredelt" werden.

Bräunig habe zwar Verständnis für Vorbehalte Zwotas, das bei einer Eingemeindung eine Stellung als fünftes Rad befürchtet, räumt diese jedoch zugleich aus. Dabei verweist er auf vertragliche Regelungen, wie sie in ähnlichen Fällen andernorts getroffen wurden. "Alles kann geregelt werden, Kompetenzen, finanzielle Ausstattung, überhaupt alles", erklärt Bräunig. Selbst Bürgermeister und Gemeinderat könnten praktisch wie bisher als Ortsvorsteher und Ortschaftsrat agieren. Allerdings, so der neue Stadtchef, müsse die Initiative hierzu von Zwota ausgehen. Je eher, desto besser meint Bräunig, denn umso eher gäbe es Geld - für beide.  H. S.