Bombensuche im Plauener Hammerpark

Unter Anleitung eines Vorarbeiters der Stadtverwaltung sind derzeit neun Beschäftigte des Projektes Zukunft im Hammerpark an der Südinsel unterwegs, um das dichte Unterholz und den Wildwuchs zu beseitigen. Diese Maßnahme bereitet die Suche nach Bomben aus dem 2. Weltkrieg vor.

"Wir planen für das Jahr 2014 die Eröffnung dieser grünen Idylle für die Jugend. Der Park wird innerhalb einer grenzüberschreitenden Kooperation von As und Plauen runderneuert. Während die Tschechen ihren Waldpark auf Vordermann bringen, ist es bei uns der Hammerpark. Dabei können wir EU-Fördermittel nutzen", erläutert Heiko Günther, Fachgebietsleiter Umwelt.

"In der Südvorstadt sind besonders viele Bomben gefallen, es waren etliche Blindgänger darunter. Vor rund drei Wochen hatten wir den ersten Termin mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst der Landespolizei Sachsen", berichtet Günther weiter. Weil in dem Gelände extrem viele Bomben vermutet werden, kommt hier das Land für Experten und Kosten auf. Unterholz wird entfernt, der "Wald gefegt" - dann kommen die Metalldetektoren zum Einsatz und spüren Bomben auf.

"Wir planen, zwei Bombentrichter zu belassen und zu beschildern um die Kinder und Jugendlichen auf diese Weise auf die Vergangenheit aufmerksam zu machen." Einer von drei alten Brunnen im Park wird wieder nutzbar gemacht, Wege werden angelegt und eine Umweltbildungshütte gebaut. Der Aufbau eines zweisprachigen Informations- und Hinweissystems in den Parks mit dem Schwerpunkt Natur- und Umweltschutz sowie Angelfischerei ergänzen die Umgestaltung des Parks.

Das Projekt kostet insgesamt zwei Millionen Euro, wobei 1,3 in den Hammerpark und 700 000 Euro in den Waldpark As gesteckt werden. Förderung gibt es in Höhe von 85 Prozent aus dem so genannten Ziel 3-Programm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit. Das Projekt endet per 30. November 2014. "Die Renaturierung und Instandsetzung der Bäche und Teiche in den beiden Parks wird mit naturnahen Bauweisen hergestellt", verspricht Projektleiter Günther. Im Vorfeld der Maßnahmen muss zunächst einmal eine Vielzahl von Bäumen weichen, für die es im gewissen Umfang Ersatzpflanzungen geben wird.

Außerdem sollen viele gemeinsame Veranstaltungen mit den tschechischen Freunden unter Mitwirkung der Grundschulen und Anglervereine stattfinden. Am 27. September findet im Rahmen eines Projekttages ein Umweltfest für Kinder der 3. Klasse der Astrid-Lindgren-Grundschule Plauen und der Grundschule Hlávkova As im Pfaffengut statt. va