Bösenbrunn wählt Vize-Bürgermeister

Zwei Themen bestimmten die letzte Bösenbrunner Gemeinderatssitzung in diesem Jahr in Schönbrunn: Wie schon mehrfach berichtet, fällt über die Bobenneukirchener Grundschule, die in den vergangenen Jahren auf Grund zu geringer Schülerzahlen für reichlich Gesprächsstoff sorgte, zum 1. August im kommenden Jahr der Vorhang.

Der Gemeinderat hat dies mehrheitlich beschlossen, damit die Eltern der Kinder, die dann die 4. Klasse in Oelsnitz besuchen, Planungssicherheit und Gewissheit haben. Die Behörde, in dem Fall das sächsische Kultusministerium, hätte diese Entscheidung ohnehin gefällt, aber zu einem erst viel späteren Zeitpunkt - vermutlich kurz vor dem Ende des jetzigen Schuljahres.

Gemeinderat Bernd Steudel stellte den Antrag, dass die Verantwortung für die künftige Klasse sofort an Oelsnitz übertragen wird, damit die Schule gleich aktiv werden kann. Dafür bekam er breite Zustimmung. Weniger Zustimmung erhielt er aber bei der Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters. Die Wahl wurde notwendig, da Uwe Jäckel aus beruflichen Gründen sein Amt niederlegte. Der oft extrovertiert auftretende Bernd Steudel, der schon 2008 bei der Bürgermeisterwahl unterlag, zog wieder den Kürzeren.

Mit acht zu vier Stimmen machte Peter Popp das Rennen. Steudel plädierte für eine Verschiebung der Wahl ins nächste Jahr, weil er sich dann bessere Chancen ausrechnete, da ein Ratsmitglied fehlt. Zuvor liebäugelte er sogar mit einem Rückzug der Kandidatur, allerdings tat er sich damit keinen Gefallen. Bürgermeister Jürgen Reichelt ließ sich nicht beirren und zog auch auf Wunsch einiger Räte die geplante Wahl durch. Für den scheidenden Jäckel rutschte zum Schluss der Bobenneukirchener Michael Geyer in den Gemeinderat nach.