Böllerverkauf - erst geht es ganz langsam los, aber dann...

Denkt man an den Verkauf von Silvesterknallern vor einigen Jahren, kommen einem lange Schlangen an den Kassen und prall gefüllte Einkaufswagen in Erinnerung. Am ersten Tag des diesjährigen Verkaufsstarts sah das ganz anders aus. Viele Leute schauten sich gestern die Angebote nur an, so wie im Hintergrund Klaus Martin. Er erzählte, dass in seiner Familie seit 30 Jahren nicht mehr geböllert werde. "Als die Kinder klein waren, da gehörte es dazu." Heute meint der Rentner, dass "das viele Geknalle" auch für die Tiere nicht gut sei. Im Bauhaus füllte Chris Schubert den Tisch mit den Angeboten auf. Aber auch hier lief der Verkauf nur zögernd an. Einige Geschäfte haben sich sogar schon ganz von dem Sortiment verabschiedet. Es sei besser, einen Teil der gesparten Ausgaben zu spenden, ließen Maria und Wolfgang M. wissen. Es werde sicherlich von vielen Leuten ausreichend gekauft, so dass man sich an den Raketen und Leuchtfontänen der Nachbarn erfreuen kann, meinten andere Kunden. An Silvester geben die Deutschen für Raketen und Böller seit Jahren annähernd gleichbleibend 137 Millionen Euro aus.                                                     FKE