Böllerschüsse zu Ehren der Plauener Parkeisenbahn

Plauen - Ein fröhliches Fest mit vielen Menschen und herrlichem Wetter wurde am Wochenende in der Freizeitanlage Syratal gefeiert. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Parkeisenbahn jagt derzeit ein Highlight das nächste.

Am Samstag war Aktionstag mit dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) Plauen. Ein buntes Programm wurde dafür organisiert. Extra aus Radebeul kam der Kinderzirkus, der nicht nur Kinder mit seinem Auftritt begeisterte. Auch das Kindertheater des DKSB Plauen, unter Leitung von Schauspielerin Ute Menzel, bekam viel Applaus für ,,Das Märchen vom Salz". 13 junge Schauspielerinnen und Schauspieler zeigten dabei ihr Talent.

Ab und an knallte es so richtig auf der Festwiese. Der Militärhistorische Verein Leubsdorf rückte mit einer echten Kanone an. Über ein Dutzend Mitglieder gehören dazu, die hauptsächlich bei historischen Treffen wie zum Besipiel am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig ihre Auftritte haben. 1806 und 1813 ist die Zeit, die sie vorrangig nachstellen.

Anhand von Bilmaterial und Museen wurden die Uniformen von Mitgliedern selbst originalgetreu geschneidert. Auch die Kanone wurde bis auf das Rohr selbst gebaut. Ein Sechspfünder, ein leichtes Feldgeschütz sei es, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Heiko Neumerkel. Natürlich seien dafür Lehrgänge und vorgeschriebene Scheine nötig. Auch eine Genehmigung vom Ordnungsamt müsse eingeholt werden, bevor die Kanone gezündet werden darf.

Auf der ganzen Wiese gab es viel zu entdecken und zu erleben. Auf Trampolin und Hüpfburgen konnte der Bewegungsdrang der jungen Besucher ausgelebt werden. Beim Wasserzielspritzen ging es um Geschicklichkeit und am Glücksrad gab es etwas zu gewinnen. Aber auch Holzfiguren bemalen und Ponyreiten ließen die Zeit wie im Flug vergehen.

 

Und endlich dreht auch sie wieder ihre Runden: ,,Metalist", die Originallok, die 1959 extra für die Parkeisenbahn gebaut wurde. Sie wurde komplett restauriert, noch wird aber auf die Genehmigung zur Personenbeförderung gewartet. Momentan zieht sie ihre Kreise ohne Anhänger durch das Syratal. Eine richtige Lokparade gab es dann am Sonntag. Gleichzeitig fuhren eine Dampflok, eine Elektrolok, eine Diesellok und eine Akkulok. Fahrspaß war da nicht nur für Fans garantiert. In alten Erinnerungen schwelgten die ehemaligen Pioniereisenbahner und Erbauer am Nachmittag. Einige kamen und sahen sich in die alte Zeit zurück versetzt. Und wer mit einer der schönen Bahnen fuhr, konnte beim Streichelzoo oder dem Kinderprogramm des Märchenexpress Gera im Festzelt einen Zwischenstopp einlegen. S. Rössel