"Blickwinkel" im Blick

Im Kultur-Fenster der "Kolonnaden" sind derzeit alle 25 Ausgaben des "Blickwinkels" zu sehen. Kaum zu glauben. Die erste Ausgabe im Jahre 1996 war ein "legendärer Flop"

Kein Zufall! Der 25. Plauener Blickwinkel ist nun ausgerechnet im Coronajahr erschienen. Dass dieser Jahreskalender einst vor dem sicheren Aus stand, "es ist aus heutiger Sicht unfassbar", stellen die Herausgeber fest. Die Familiendruckerei um das Geschäftsführer-Ehepaar Joachim und Karin Ott sowie Junior-Chef Daniel Ott bedankt sich heute beim Verein Plauener Postkartenfreunde und vor allem bei den vielen treuen Stammkunden. Weil es nämlich im Jahr 1996 kaum Käufer des Kalenders gab, wurde 1997 kein Plauener Blickwinkel herausgegeben. "Der Auftaktflop im Jahr 1996 ist legendär geworden", lachen Joachim und Karin Ott heute. Freund und Nachbar Heinz Tonndorf hat im Einkaufszentrum "Die Kolonnaden" alle 25 Ausgaben ausgestellt. Ein Feld ist frei geblieben. "Aufgrund des mangelnden Kaufinteresses gab es 1997 wirklich keinen Plauener Blickwinkel", steht dort geschrieben.


Im Kultur-Fenster auf der Bahnhofstraße, direkt zwischen der Deutschen Post und dem Textil-Geschäft "chicSAAL Women", können die Blickwinkel-Fans einmaligerweise alle Ausgaben sehen. 1997 hatten sich in der Druckerei Ott die Käufer des ersten Kalenders beschwert, weil es keine zweite Auflage gegeben hatte. Seit 1998 wird der Blickwinkel nun wieder produziert. Und wegen seiner historischen Bilder geht dieses spitzenstädtische Druckerzeugnis an etliche Exil-Plauener, die inzwischen an der Waterkant in Büsum ebenso wie in Amerika, China und Spanien leben. Übrigens kann man den Kalender zum Beispiel im Tabakshop Uthe in den Kolonnaden oder in der Druckerei Ott auf der Antonstraße 47 kaufen. kare