Blechschmidt schweigt vorerst zu Vorwürfen

Plauen - Nach den diffamierenden Äußerungen des Plauener CDU-Stadtrates Dieter Blechschmidt zur Homosexualität will der Lesben- und Schwulenverband den Mann aufklären - und fordert eine Entschuldigung.

"Homophobie ist heilbar, aber nicht Homosexualität", sagte Hartmut Rus, Vorstandsmitglied des sächsischen Lesben- und Schwulenverbandes. Es sei "hinterwäldlerisch, wenn Homosexualität als Krankheit aufgefasst wird".

Rus, ehemaliger Plauener, lud Blechschmidt zu einem Treffen mit Schwulen und Lesben ein. "Herr Blechschmidt kann gern bei uns vorbei schauen, um sich in Toleranz zu üben". Zudem solle sich der CDU-Politiker etwas einfallen lassen, wie der Imageschaden von Plauen behoben werden könne.

"Die Plauener CDU sollte überlegen, ob sie solch einen Menschen als Pressesprecher weiter haben will." Vor Samstag wolle er sich nicht mehr zu den Vorwürfen in der Öffentlichkeit äußern, sagte Blechschmidt dem Vogtland-Anzeiger. Am Freitag soll es Gespräche innerhalb der Vogtland-CDU geben. cze