Bio-Gas ein Viertel billiger

Schon immer war der Süßebacher Neubaublock mit 36 Wohnungen recht eng mit der benachbarten 2000er Milchviehanlage verbunden. Wurde das Haus doch in tiefsten DDR-Zeiten gebaut, um den Arbeitskräften der damaligen LPG Eichigt komfortable Wohnungen zu bieten.

 

Heute ist aus der LPG die Agrofarm 2000 geworden und aus dem kommunalen Wohnbestand der Gemeinde Eichigt eine Eigentümergemeinschaft. Doch die alte Verbundenheit bleibt. Denn: Wärme und warmes Wasser für das Haus sollen jetzt von der Agrofarm-Biogasanlage geliefert werden. Sowohl für Mieter als auch für Wohnungseigentümer dürfte das eine gute Nachricht sein. Die Heizkosten sinken.

Sparen, sparen, nochmals sparen! Der Preis des von der Agrofarm gelieferten Gases ist an den Gaspreis der Oelsnitzer Stadtwerke gebunden. Dieser Preis gilt als Basis. Bewohner des landschaftlich reizvoll gelegenen Süßebacher Neubaus zahlen dank der alternativen Energiequelle davon nur 75 Prozent. Macht nach Adam Ries eine Einsparung von 25 Prozent. Mit Beginn der Bauarbeiten ist nach Abschluss der Ernte zu rechnen. Komplette Übernahme aller Kosten, keine Wartungsarbeiten; die kleine Hausanschlussstation wird von der Agrofarm betreut. "Günstiger geht?s nicht", informierte die Oelsnitzer Wohnungsgenossenschaft (Oewog) zur jüngsten Eigentümerversammlung.

 

Die Immobilie wird von der Oewog verwaltet. Die meisten Wohnungen sind im Besitz der Gemeinde Eichigt. Agrofarm-Chef Klaus Rank und Eichigts Bürgermeister Christoph Stölzel sind sich einig: Eine sinnvolle Sache! Der Anschluss weiterer Häuser in Süßebach soll nach Inbetriebnahme der neuen Hausanschluss-Station diskutiert werden.  sc