Bilder aus einer fernen Welt

Plauens wohl bekanntester Auftragsfotograf hat sich in diesem Jahr einen langgehegten Wunsch erfüllt. Mit einer Hilfsorganisation reiste er nach Uganda in Ostafrika und zusammen mit einem Modelabel erkundete er die grüne Mongolei. Ab Freitag stellt Chris Gonz eine feine Auswahl seiner festgehaltenen Momente in der Galerie Forum K aus.

Plauen - Chris Gonz fotografiert eigentlich bekannte Schauspieler, Sänger, Models oder Moderatoren. In der Mongolei und in Uganda hielt der Plauener die Kehrseite fest. Weit entfernt von der schnelllebigen und industrialisierten Welt in Deutschland traf er auf seiner Abenteuerreise auf aus unserer Sicht außergewöhnliche Menschen. Abseits der boomenden und immer stärker wachsenden Großstädte in Uganda und der Mongolei tourte Chris Gonz mit einer kleinen Gruppe durch abgelegene Dörfer, menschenleere Steppen und von Nomaden bewohnte Landstriche.

Beeindruckende und im Kopf hängen bleibende Momente hat Gonz bei den beiden Reisen erlebt. Für den Plauener Fotografen erfüllte sich mit den Erlebnissen ein langersehnter Wunsch. Seine Fotoausstellung in der Galerie Forum K zeigt einzigartige Aufnahmen von bescheidenen, aber stets glücklichen Mongolen und Afrikanern. Mit der Kamera dokumentierte Gonz, wie die Menschen leben, arbeiten und wohnen. "Überall wurde ich mit Freude begrüßt." Pfiffe von hübschen Mongolen waren auch darunter.

Für regelrechtes Aufsehen sorgte der Besuch in Uganda. Mit dem Hilfsverein Amali fuhr Gonz nach Kitokolo. Hier leben viele Patenkinder des Vereins, der maßgebliche Aufbauhilfe in dem Dorf leistet. Neugierig und begeistert von der Reisegruppe aus Deutschland waren die Kinder. "Sie sind alle auf mich zugerannt und wollten alles anfassen", sagt Chris Gonz. Als Überraschung hatte der Plauener Lollis in der Tasche. Eine kleine Sensation für den Dorfnachwuchs. Einige rissen die Plastikverpackungen sofort auf und leckten an den Lutschern, andere ließen die Leckerei in der Hand verschwinden.

Welche Reaktionen ein Blitzlicht in Afrika auslösen kann, hätte sich Chris Gonz bis zu seinem Besuch auch nicht denken können. Immer wenn aus dem Schirm auf dem Stativ ein helles Licht schoss, flippten die Kinder förmlich aus und freuten sich. Überall wo der Fotograf seine Technik aufbaute, dauerte es nicht lange und eine Menschentraube bildete sich um das Set. Für die Menschen in Kitokolo war der Besuch ebenfalls ein einzigartiges Erlebnis. Alle der fotografierten Dorfbewohner haben ein Foto als Erinnerung von Chris Gonz bekommen.

Auf seiner außergewöhnlichen Reise in eine fremde Welt sind dem Plauener unzählige einmalige Aufnahmen gelungen. Nur ein Bruchteil der festgehaltenen Augenblicke können in der neuen Ausstellung gezeigt werden. Nach 2005 ist es die zweite Fotoschau von Chris Gonz in der Galerie Forum K.

Ausstellungseröffnung

Einzigartige Aufnahmen aus einer fernen Welt zeigt ab Freitag der Plauener Fotograf Chris Gonz in der Galerie Forum K an der Bahnhofstraße 39. Mehrere Wochen bereiste er Uganda und die Mongolei. Ausstellungseröffnung ist Freitag ab 19.30 Uhr. Die Fotoschau wird bis zum 18. August zu sehen sein.