Big Band kommt am 29. Mai nach Plauen

Plauen - ,,Wind und Wetter sind uns egal, wir spielen. Nur waagerechter Regen und alles über Windstärke acht könnten Schwierigkeiten bereiten", sagt Stabshauptmann Thomas Ernst. Der Manager der Bundeswehr Big Band war am Mittwoch in Plauen. Bei einem Treffen mit Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer sowie Vertretern von Kiwanis blickte er auf das diesjährige Konzert in der Spitzenstadt.

 

Seit mehreren Jahren bestehe das Erfolgsprojekt, dessen Konzept gut und mittlerweile bewährt sei. Am 29. Mai, ab 20.30 Uhr, erstmalig an einem Samstagabend, wird die Veranstaltung zu erleben sein. Zum fünften Mal kommt die Big Band bereits nach Plauen. Eher zufällig sei der erkennbare Zweijahresrhythmus. "Wir kommen gerne hier her. Die Organisation passt und im Gegensatz zu anderen Städten läuft eigentlich immer alles reibungslos. Gerade in diesem Jahr ist am Vormittag noch Markt, doch wir haben eine Lösung gefunden. Es war eine exzellente Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt", lobte Ernst.

Das Konzert diene ausschließlich dem guten Zweck. Es werde wie gewohnt kein Eintritt verlangt, dafür aber um Spenden gebeten, die auch in diesem Jahr wieder von bekannten Gesichtern der Stadt eingesammelt werden könnten. Aus diesen Geldern und dem Erlös des Catering werde Kiwanis auch in den nächsten zwei Jahren wieder Projekte unterstützen können. Unter anderem werden dabei der "Also Verein", die Parkeisenbahn oder Paritas profitieren, hieß es. 25 000 Euro seien beim letzten Konzert 2008 eingenommen worden. Nach Abzug der Veranstaltungskosten in Höhe von etwa 6000 bis 7000 Euro bekamen nicht nur Vereine etwas ab, sondern konnte auch der in Weischlitz ausgebrannte Jugendclub eine neue, schöne Räumlichkeit errichten.

Zu betonen ist, dass die Big Bang keine Gage bekommt. Für die Musiker zählt das soziale Engagement. Die Profimusiker spielen im Jahr auf etwa 25 Open Air Veranstaltungen sowie rund 40 Hallenterminen. Dabei gastieren sie in großen Städten wie Berlin, Nürnberg, Garmisch-Partenkirchen oder auf Sylt. "Plauen gehört für mich durchaus in diese Kategorie. Auch in Hinsicht auf die Höhe der Erlöse ist die Stadt im wahrsten Sinne des Wortes mit an der "Spitze", so Ernst. Etwa 120 000 Zuschauer haben der musikalischen Vielfalt im vergangenen Jahr insgesamt gelauscht. Mit zwei Lastzügen voller Equipment wird angereist. Die Bühne habe sich nur wenig verändert. Mit 20 Metern Breite, zehn Metern Tiefe und acht Meter Höhe biete sie genügend Platz für alle Musiker, die auch diesmal wieder von Solisten, wie der Sängerin Bwalya aus Sambia, begleitet werden. Seit fast zwei Jahren leitet Christoph Lieder als Bandleader die Big Band und drückte ihr seine ganz eigene Handschrift auf. Ein Programm das von Glenn Miller bis Robbie Williams reicht. "Nur Marsch spielen wir keinen. Das können wir gar nicht", sagt Thomas Ernst abschließend.

 

Von Stephanie Rössel