Besucherbergwerk Mühlwand: Mettenschicht weggespült

Der Verein "Tropfsteingrotte Alaunwerk" lässt sich trotz großer Schäden am Besucherbergwerk in Mühlwand durch das Junihochwasser nicht unterkriegen. Doch die öffentliche Mettenschicht muss ausfallen.

Reichenbach/Mühlwand - "Der Verein bleibt bestehen und wird auch 2014 alle geplanten Veranstaltungen auf dem Gelände vor dem Bergwerk wie Himmelfahrtstreffen, Bergrennen oder Bergwerksfest durchführen", erklärt Bergwerksdirektor Werner Albert. Auch Schulklassen, die an ihrem Wandertag zum Alaunwerk kommen wollen, haben sich bereits angemeldet.

Dafür wurde in den vergangenen Monaten viel getan. Albert und sein Stellvertreter Bruno Jakusch haben das Gelände beräumt, haben umgestürzte Bäume beseitigt und ein eingedrücktes Dach repariert. Als nächstes soll der Wanderweg durch das Gelände wieder begehbar gemacht und an den Rundweg um das Bergwerk angeschlossen werden.

Einen Rückschlag mussten die beiden Enthusiasten allerdings hinnehmen. Die beliebten Mettenschichten in der Adventszeit unter Tage wurden zwar schon lange abgesagt, weil das Bergwerk nicht begehbar ist. Als Ausweich hatte man aber eine öffentliche Mettenschicht am dritten Advent auf dem Gelände vor dem Bergwerk geplant und auch zahlreiche Mitstreiter wie die "Lachtaler", den Musikverein Mylau/Reichenbach, den Rotschauer Männerchor und die Pfarrer der Region gefunden. Man hatte Licht hin zu den überdachten Biertischgarnituren gelegt und einen Tannenbaum geschmückt.

Doch jetzt kam das Aus, weil die Wasserrohre zu den Toiletten vom gelben Bach freigespült wurden und somit über Tage liegen. Damit ist die Toilettenbenutzung bei Frost nicht garantiert. "So ein Risiko können wir nicht eingehen. Immerhin werden nahezu 100 Besucher zur öffentlichen Mettenschicht erwartet", erklärt Werner Albert. Aber unterkriegen lassen wollen er, Bruno Jakusch und die Mitstreiter vom Alaunwerksverein sich trotzdem nicht.

Das Umfeld sei betriebsfähig, versichern sie. Dafür wolle man auch im nächsten Jahr wieder sorgen und Wanderwege, Holzhütten, Verkaufsstände sowie überdachte Sitzgelegenheiten in Ordnung halten. In Sachen Bergwerkssanierung müsse man Geduld haben, erklärt der Direktor. Wichtig sei, dass Verein, Stadt Reichenbach und Oberbergamt Freiberg an einem Strang ziehen und hinter dem Projekt Wiederaufbau stehen. Ehe am eingebrochenen und mit Steinen und Schlamm voll gespülten Bergwerk jedoch die Arbeiten beginnen könnten, müsse das Wasserproblem rund um den gelben Bach geklärt sein. ina

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