Besucheransturm im Rittergut

So viele Besucher wie nie gab es am Samstagnachmittag beim Rittergutsadvent in Kauschwitz.

Von Ingo Eckardt

Kauschwitz - Mit einem Zweitakter-Gespann, gesteuert von "Frano-Jens" Scheunert rollte der Weihnachtsmann Sven Körner dieses Jahr zur Eröffnung des 6. Rittergutsadvents ins festlich geschmückte Gelände des Kauschwitzer Rittergutes. Der Rupprecht eröffnete das adventliche Spektakel, das wieder zahlreiche Kauschwitzer und Freunde aus der Umgebung als Händler erlebte.
Selbst gefertigte Fruchtaufstriche von Doreen Hohm, Jutta Schlegels beliebte selbst gebackene Weihnachtsstollen, Schmuck aus eigener Herstellung waren zu haben, die Imker des Ortes und der Umgebung sorgten für die Honig-Versorgung der zahlreichen Besucher. Mützen und Hüte wurden ebenso angeboten, wie kreative selbst genähte Produkte. Dekoartikel für die Weihnachtszeit wurden gekauft und viele Produkte aus der Herstellung der behinderten Menschen aus der Wohnstätte Syratal fanden ebenfalls Abnehmer. Keramikwaren wurden ebenso wieder angeboten wie die gebrannten Mandeln von Familie Schmidt aus der Syrauer Straße.
Im Rittergutscafé, das wieder die Dorfklub-Damen um Edith Eisenschmidt organisiert hatten, herrschte reger Andrang. Kuchen, Torten und jede Menge Stollen hatten die backfreudigen Frauen gefertigt. Als Hingucker hatte auch wieder Günter Weigert seine Eisenbahn aufgebaut und brachte bei weitem nicht nur die Augen der kleinen Festbesucher zum Strahlen. Wer wollte, schloss sich auch einer Besichtigungsgruppe an, die regelmäßig von vier engagierten Mitgliedern des Rittergutsvereines auf den schicken, 64 Meter langen, Dachboden geführt wurden. Der gigantische "liegende Dachstuhl" - eine Einzigartigkeit in Deutschland, vielleicht sogar in Europa - entfaltet sich als hölzerner Himmel seit April dieses Jahres in voller Pracht.


 "Das waren heute mehr als 800 Besucher, die allein dieses Angebot genutzt haben", sagte Ritterguts-Vereinschef Andy Wiese. Zu weihnachtlichen Klängen ließen es sich die Besucher gut gehen. Die Freiwillige Feuerwehr des Dorfes hatte ihre Grills angeschürt und servierte Roster und Steaks am Fließband. Die IG Rittergut hatte wieder den Glühwein nach Kauschwitzer Hausrezept in großen Mengen gekocht. In der schicken Sammeltasse - mit einer historischen Ansicht der einstigen Radrennbahn am Tannenhof, die heuer ihr 100. Jubiläum feiern würde - wurde das leckere Adventsgebräu kredenzt. Familie Kalinowsky sorgte mit Kinderpunsch dafür, dass die Kinder ebenfalls warme Getränke bekamen. Wem all das viel zu wenig hochprozentig war, der wandte sich der Bude von Gunther Schmidt zu, der zum zweiten Mal Jagatee aus Österreich, Feuerzangenbowle, leckere Liköre und andere hochprozentige Getränke anbot.
Höhepunkt des Tages war einmal mehr das traditionelle Konzert des Frauen-Kirchenchores Kauschwitz in der Kapelle "Christi Himmelfahrt". Diese war wie immer hoffnungslos überfüllt. Leider war auf Grund der fehlenden Finanzierung durch Sponsoren in diesem Jahr nicht möglich, das Konzert in den Außenbereich des Rittergutes zu übertragen. Die Besucher im Gotteshaus waren begeistert von der tollen adventlichen Musik, die Sebastian Herda mit den Sängerinnen in die Kirche zauberte.
Insgesamt erlebten die Besucher erneut einen tollen Adventsmarktsamstag in Kauschwitz, der erst spät am Abend endete. "Es war wunderbar, fast alles hat reibungslos geklappt", freute sich einmal mehr Markt-Cheforganisatorin Edith Eisenschmidt, Vize-Vorsitzende des Dorfklubs Kauschwitz-Zwoschwitz. Lediglich das Parkproblem konnte kaum gelöst werden. Selbst der geöffnete Sportplatz vermochte es nicht, die Fahrzeugführer zu einer klugen Parkordnung zu bewegen.