Bester Abiturient Klingenthals

Es gibt gute Schüler und sehr gute. Und es gibt Ausnahmeschüler. Einer von ihnen ist Maximilian Muck, der die Traumnote 1,0 erreicht hat. Er spricht bescheiden von vorausschauender Planung und ein wenig Glück.

Von Helmut Schlangstedt

Klingenthal - Mit Planung meint er die richtige Auswahl von Leistungs- und Grundkursen sowie die Abwahl bestimmter Fächer nach der zehnten Klasse, so dass man in gewissen Grenzen gezielt seine Stärken ausspielen könne. Dabei erklärt er das Abitur-Benotungssystem nach Punkten, dessen Analyse gefühlt für eine Diplomarbeit reicht und das in jedem Bundesland anders ist. Es lebe die Kleinstaaterei anno 2019!
So hätte er von den Pflichtfächern Mathe und Deutsch als Leistungskurs Mathe gewählt und Deutsch als Grundkurs. Der Unterschied seien beispielsweise mehr Stunden im Leistungskurs, ein höheres Niveau und eine stärkere Bewertung. Als Wahlfächer hätte er sich etwa Musik und Geographie ausgesucht. Für alle Naturwissenschaften, eben auch Mathe, hätte er großes Interesse, erzählt Maximilian. Insbesondere hätte es ihm dabei die Geographie angetan, wo für ihn die Naturwissenschaften zusammenfließen. Dabei hört man immer wieder heraus, dass viele Fächer zugleich sein Hobby sind. So spielt er seit der zweiten Klasse Klavier, war etwa schon 2012 einmal Preisträger beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" und auch auf Konzerten der Musikschule zu hören. In noch höhere Gefilde stieß er in der Mathematik vor. Bei verschiedenen Mathe-Olympiaden gehörte er regelmäßig zu den Preisträgern, zuletzt errang er 2018 auf Bundesebene Platz drei. Und bei der internationalen Geographie-Weltmeisterschaft iGeo 2018 im kanadischen Quebec über eine Woche mit 165 Teilnehmern aus ca. 40 Ländern nahm er die Silbermedaille mit nach Hause…
Bei aller Bescheidenheit also doch nicht nur Planung und glückliche Umstände sondern vor allem auch sehr viel Fleiß, der nun in der Abiturnote seine goldenen Früchte trägt. Und Maximilian berichtet von einem weiteren Hobby als Mitglied der Theater-AG des Gymnasiums. In der 10. Klasse schrieb er für ein musicalähnliches Stück mit dem Titel "Kalokeli" die Rahmenhandlung, im vergangenen September fand die vielbeachtete Aufführung seiner Komödie "Anzeige ist raus" statt und sogar nach seinem Weggang vom Gymnasium wirkt er dort weiter. Im kommenden Winter nämlich führt die Theater-AG sein jüngstes Stück "Fröstelnde Festivitäten" auf.
Und wie geht es jetzt weiter? Er hat sich für ein Medizinstudium in Regensburg beworben, da ihm die dortigen Rahmenbedingungen am meisten gefielen. Nun hofft er sehr auf eine Zusage noch für das kommende Semester. In welche Richtung das Studium gehen soll, darauf möchte er sich noch nicht festlegen. Auf jeden Fall soll sich ein Facharztstudium anschließen. Was er aber schon heute weiß: Wenn irgendwie möglich, möchte er nach Klingenthal zurückkommen, da er sehr heimatverbunden sei. Und das möchte man ihm gern glauben, wenn man allein von seinem Elternhaus aus den Panoramablick über Klingenthal genießt.