Beseitigung der Haverie-Schäden in Plauener Einkaufszentrum dauert an

Ein Dutzend Trockengeräte rauschen ziemlich laut seit über drei Wochen im Untergeschoss auch während des weiter laufenden Geschäftsbetriebes des Einkaufszentrums Kolonnaden. Ein System von blauen Schläuchen ist zu sehen, einige sind in den Boden eingelassen, andere sind in der Deckenkonstruktion angebracht, eine große Anzahl an Platten sind abgehängt, das Deckenskelett freigelegt, auf das vor allem Luft "ran kann". Durch die Schläuche wird Luft gepumpt, warme, und vor allem trockene. Denn die Feuchtigkeit sitzt im Fußboden und in der Decke.

Am 7. Februar früh zu Ladenöffnungszeit geschah das Malheur, erinnert sich Mandy Pieschel, Inhaberin des Eiscafes im Haus. Ein Rohr der Sprinkleranlage, eine Art Beregnungsanlage, die im Feuerfall automatisch ausgelöst wird, platzte und binnen weniger Minuten rann viel Wasser durch die Decke ins Zentrum. "Das Wasser war schmutzig, vom Staub unter der Decke", so Pieschel, deren Boden im Laden ebenfalls schnell volllief. Das Bäckergeschäft von Roman Wunderlich nebenan am Haupteingang wurde am stärksten in Mitleidenschaft gezogen. Nun ist der gesamte Bereich mit Plastikplanen abgehängt.

Auf einem Schild ist zu lesen: "Aufgrund eines großen Wasserschadens mussten wir leider unsere Filiale auf unbestimmte Zeit schließen." "Dem Meister Wunderlich seine Backwaren sahen aus, sage ich Ihnen, alles futsch und die Möbel auch", berichtet die Eiscafe-Chefin. Die Blumenfrau Tina Leonhardt vom Laden gegenüber der Bäckerei hat ebenfalls miterlebt, wie das schwarze Wasser kam und die Decke in Teilen herunterkam. "Wir sind nicht ganz so betroffen, sie sehen, wir haben geöffnet", sagt Tina Leonhardt. Im Eiscafe hat die Besitzerin mal das Trockengerät ausgeschaltet. Bei so einem Lärm kann man kein Eis verkaufen und Gäste empfangen", sagt sie. Abends wird sie das Gerät wieder anmachen.