Beliebtester Sachse kommt nach Bad Elster

 

Bad Elster - Ein Sachse wird Wettkönig bei "Wetten, dass??", weil er auf Schlittschuhen im Eiskanal ein kleines Kunstwerk bastelte. Besser kann man eigentlich die sächsische Herangehensweise an besondere Aufgaben nicht in Szene setzen.

 

Im Königlich-Sächsischen Staatsbad Bad Elster wird hingegen jede Woche an einem Aufenthaltsgesamtkunstwerk gebastelt, um die Gäste zu entzücken. Hier die Kulturwetten 7. Februar. Am Donnerstag, 4. Februar, um 19.30 Uhr gastiert der wohl bekannteste und beliebteste Sachse Wolfgang Stumph mit seinem Programm "Höchstpersönlich" im König Albert Theater. In seinem Bühnenprogramm "Höchstpersönlich" führt er ein "öffentliches Selbstgespräch": liest aus seinen Büchern (zum Beispiel "Von Fall zu Fall", "Sächsische populäre Irrtümer"), erzählt Heiteres und Hintergründiges von seinen Film- und Fernsehproduktionen, aus seinem Privatleben und freut sich auf Fragen aus dem Publikum?

Er ist der Prototyp des Sachsen - im Kabarett, im Fernsehen, im Kino. Dampfkessel bauen, Ingenieurpädagogik studieren reichten ihm nicht, er musste auch noch ein Schauspielstudium absolvieren und sich ganz nebenbei die Kabarettbühne erobern. Bei der Dresdener "Herkuleskeule" sorgte er für Lachsalven und kritische Töne zu Zeiten, als das Publikum fragte, dürfen die das denn? Seither wird er von seinen Fans liebevoll "Stumpi" genannt. 1991 kam dann der bundesweite Kinotriumph. In dem Kassenschlager "Go Trabi Go" machte der Lehrer Strutz mit seiner Familie in dem legendär gewordenen DDR-Kleinwagen "Trabant" von Bitterfeld aus eine "Traumreise" nach Italien und zeigte, was in einem Sachsen so alles steckt. Dieser Kultfilm über die Wendezeit ist bis heute der ultimative Filmbeitrag zum Tag der Deutschen Einheit.

Am Freitag, 5. Februar, wird wieder das Erfolgsmusical "Me and my Girl" mit dem Orchester und dem Ensemble der Landesbühnen Sachsen um 19.30 Uhr im König Albert Theater Bad Elster aufgeführt. Die freche Gesellschaftskomödie von 1937 - gewürzt mit musikalischen Ohrwürmern und schwungvollen Tanzeinlagen, die sich an Swing und Dixieland orientieren - nimmt sowohl "die gute alte Zeit" wie auch die "gute Gesellschaft" aufs Korn: Der vermisste Sohn und Erbe des verstorbenen Earl von Hareford wird endlich aufgefunden - in einem Londoner Arbeiterviertel allerdings, wo er unter einfachsten Verhältnissen aufgewachsen ist.

Um in der Welt des Adels bestehen zu können, soll er umerzogen werden, doch Bill hat seine eigenen Prinzipien. Indem er eine standesgemäße Braut ausschlägt und fest zu seinem Girl Sally hält, ist letztlich er es, der seinen feinen Verwandten eine Lehre erteilt in Sachen Familienehre und Moral. Das Musical wurde am 16. Dezember 1937 in London uraufgeführt und zum erfolgreichsten britischen Musical der 30er Jahre. Danach war es weitestgehend vergessen und verschwunden. Erst in den 80er Jahren kam es zu einer erfolgreichen Wiederaufnahme im Adelphi-Theatre im Londoner West End, welche vom Sohn Noel Gays produziert wurde. Am Broadway in New York lief es erfolgreich ab 1986, die deutschsprachige Erstaufführung fand 1992 im Coburger Landestheater statt.

Am Samstag, 6. Februar, können sich die Zuschauer wieder auf die neu arrangierte und inszenierte "Grosse Johann-Strauss-Gala" freuen. Um 19.30 Uhr beginnen der Chursächsische Hofballverein und das Chursächsische Salonorchester wieder, ihr buntes Strauß-Flair im König Albert Theater zu zelebrieren. In der abwechslungsreichen und unterhaltsamen Bühnenshow mit dem Conférencier Andreas Schmidt werden zahlreiche Weltklassiker des Johann Strauß-?vre, wie der berühmte "Kaiser-Walzer", die "Luzifer-Polka", der Einzugsmarsch aus dem "Zigeunerbaron" oder die Polka "Eljen a magýar", mit passenden Anekdoten und bewegenden Tanzeinlagen der Damen des Chursächsischen Hofballvereins präsentiert.

Abgerundet wird das schwungvolle Programm durch heiter-feurige Orchesterwerke wie die "Leichte Kavallerie" von Franz von Suppé, dem berühmten "Viljalied" von Franz Lehár oder Vittorio Montis virtuoser "Csárdás". Am Sonntag, 7. Februar, findet um 15 Uhr im König Albert Theater wieder die beliebte "Paul-Lincke-Gala" des Chursächsischen Salonorchesters unter Leitung von Kammermusiker Peter Kostadinov statt. An diesem Nachmittag erklingen beschwingte Werke des bekannten Berliner Komponisten Paul Lincke - der übrigens gern in Bad Elster zu Gast war und hier auch selbst dirigiert hat - wie "Lysistrata" (Ouvertüre), "Frau Luna" (ein Potpourri), "Im Reiche des Indra" (Ouvertüre) sowie "Siamesische Wachtparade" und viele andere Werke des ehemaligen Elsteraner Gastes.

Durch die Veranstaltung führt Kammermusiker Georg Stahl. Bei diesem Konzert handelt es sich um ein "außergewöhnliches" Konzert der Chursachsen, denn traditionell hat das Publikum die Möglichkeit, sich am musikalischen Geschehen des Abends zu beteiligen, indem es bei den zumeist bekannten Melodien mitsingt! va