Bekenntnis für ein "buntes" Plauen

Mit friedlichen Kundgebungen setzten am Samstag etwa 600 Menschen ein klares Zeichen gegen Rechts.

 

Sie waren dem Aufruf des Bündnisses "Nazifrei in Plauen" gefolgt, um gegen den am gleichen Tag stattfindenden so genannten Trauermarsch von ungefähr 200 Neonazis durch die Stadt zu protestieren. Während einer Manifestation auf dem Albertplatz sprachen sich Vertreter unterschiedlicher Parteien und Organisationen für ein tolerantes und weltoffenes Plauen aus, in dem kein Platz für rechtes Gedankengut sei. Zuvor hatten sich die Teilnehmer der DGB-Kundgebung vom Postplatz kommend (Foto) und die der Verdi-Kundgebung von der Lutherstraße aus auf dem Albertplatz vereint. Besonders anerkennend äußerten sich die Sprecher des Aktionsbündnisses darüber, dass sich auch die Kirchen engagiert einbrachten.

 

Ganztägig fanden vor Gotteshäusern Mahnwachen und Friedensgebete statt. Von den demokratischen Kräften ging keinerlei Gewalt aus. Sitzblockaden jugendlicher Gegendemonstranten wurden von der Polizei aufgelöst. Oliver Wurdak von der Polizei Südwestsachsen zufolge, waren 580 Ordnungskräfte aus Sachsen und Thüringen im Einsatz. Die im Vorfeld befürchteten Treffen und Konzerte der Rechten im gesamten Vogtland blieben aus. tp