Bei EnviaM steigt Strompreis heftig

Der größte Energieversorger in Ostdeutschland, enviaM, hebt seine Strompreise ab Januar deutlich an. Sowohl Privat- als auch Gewerbekunden müssen einen Anstieg von rund 14 Prozent verkraften. Wie das Unternehmen am Montag in Chemnitz mitteilte, erhöht sich der Verbrauchspreis um jeweils 4,17 Cent pro Kilowattstunde auf 30,23 Cent (privat) und 30,39 Cent (Gewerbe).

Das entspricht sogar einem Anstieg um etwa 16 Prozent. Der Grundpreis bleibt derweil unverändert. Damit muss ein Privatkunde mit einem Durchschnittsverbrauch von 2000 Kilowattstunden künftig im Jahr rund 83 Euro mehr zahlen als bisher, beim Gewerbekunden mit 6000 Kilowattstunden fällt die Rechnung um knapp 250 Euro höher aus. EnviaM hat 1,2 Millionen Stromkunden. Im Grundversorgungsgebiet, dem Großteil Ostdeutschlands, beziehen zwei Drittel der Kunden ihren Strom vom RWE-Tochterunternehmen.

Spätestens bis zum Dienstag müssen die Versorger ihre Kunden über Preiserhöhungen informieren, damit sie zum 1. Januar wirksam werden können. Die bis zuletzt bekannt gewordenen Aufschläge anderer Anbieter lagen im Schnitt bei rund 11,7 Prozent. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden errechnen sich daraus zusätzliche Belastungen in einer Größenordnung von rund 125 Euro.

Im Vergleich dazu fällt der enviaM-Anstieg damit offenbar überdurchschnittlich hoch aus. Das Unternehmen hatte den Strompreis zuletzt im Mai 2011 erhöht und seinen Kunden zuletzt bis Jahresende stabile Preise garantiert. Für 2013 hatte der Versorger seine Kunden indes bereits im Oktober auf einen zweistelligen Preisanstieg eingestimmt. va