Bei Busreisen mit Karli Keil ist kein Berg zu steil

Theuma - Es war wohl die größte Geburtstagsfeier, die es sei langem in Theuma gegeben hat. Das Familienbusunternehmen "Keils Reisen" feierte am Samstag mit hunderten Gästen das 60jährige Betriebsjubiläum. Firmengründer Karli Keil, Sohn Lutz mit Ehefrau Gisela, die heute das Geschäft führen, sowie in dritter Generation Markus und Madlen Keil nahmen unzählige Glückwünsche und Geschenke entgegen sowie natürlich die besten Wünsche für die Zukunft. Nicht nur die Theumaer füllten die Plätze in Garage und Festzelt. Keils Busse fuhren Gratulanten aus allen Richtungen heran und am Abend wieder nach Hause, darunter vor allem treue Reisekunden. Zwischendurch hatten auch die Fahrer Gelegenheit zum Feiern beziehungsweise alle Hände voll zu tun, die Gäste mit Kaffee und Kuchen sowie Getränken zu versorgen. Unterstützt wurde das Team von vielen Helfern, die in den gelben "Keils-Reisen"-T-Shirts leicht auszumachen waren. Mit Liedern und Tänzen gratulierten Mädchen und Jungen des Theumaer Kindergartens. Leiterin Petra Klemet überreichte eine liebevoll zusammengestellte Fotogalerie und bedankte sich damit für die gute Zusammenarbeit. Schon viele Jahre sind Keils mit den Kindern zu Ausflügen unterwegs. Auch die Cheerleaders aus Auerbach sagten Dankeschön für die Fahrten zu ihren Auftritten. Ein kleines Programm ihres Könnens hatte die Nachwuchsgruppe "black manian" mitgebracht. Aufmerksam lauschten alle den Keils Männern, die jeweils aus ihrer Ära plauderten und somit Einblick in die Firmengeschichte gaben. Manche Episode ließen die Zuhörer schmunzeln, andere machten nachdenklich. Nie war es leicht für das kleine Unternehmen gewesen. Nicht zu Beginn, als so manche Hürde genommen werden musste, um das Lohnfuhrgeschäft zum Laufen zu bringen. Nicht während der DDR-Jahre, als Kleinunternehmern das Leben recht schwer gemacht wurde. Und auch nicht in der heutigen Zeit, in der Konkurrenz, teurer Diesel und weniger Geld bei den Kunden das Überleben zum Kampf machen. Dankesworte an Wegbegleiter, an die Arbeiter, die in den Jahren vor der politischen Wende zwölf Busse wieder aufgebaut haben, an die Fahrer und an die Kunden wurden gesprochen. Keils sind nicht nur im Reiseverkehr, sondern auch im Linien-, Berufs- und Schulbusverkehr tätig. Überrascht wurde Lutz Keil am Samstag, als sein erster Bus, den er elf Jahre gefahren hat, auf den Hof rollte - ein Ikarus, Baujahr 1970.  Heute ist das Fahrzeug für die VG Vogtland-Tours auf Sonderfahrten unterwegs. Stunden voller Erinnerungen brachte das Jubiläums-Frühlingsfest. Zum Beispiel auch an die Zeit, als regelmäßig Kinder von Karl-Marx-Stadt zum Streuberg ins Ferienlager gebracht wurden. Lutz Keil begrüßte ganz herzlich die damaligen "Streuberg"-Chefs Peter und Gerda Demmler. Eine Hüpfburg sorgte für Vergnügen bei den Kindern, Musik und eine Tombola mit Sachpreisen und Reisegutscheinen gab es für die Großen. Der eine oder andere freut sich nun auf eine schöne Fahrt. In Abwandlung des Spruches "Und ist der Berg auch noch so steil, wir fahren mit Karli Keil" heißt es in den nächsten Jahren "Und ist der Berg auch noch so steil, wir fahren auch die nächsten 60 Jahre mit der Firma Keil".  B.W.