Bauerfeind gehört zu besten Arbeitgeber Deutschlands

Zeulenroda-Triebes/Duisburg - "Top Jobs" gibt?s bei der Bauerfeind AG in Zeulenroda-Triebes. Mit der gleichnamigen Auszeichnung steht die Firma auf der Liste der besten Arbeitgeber.

 

Die Bauernfeind AG erhielt gestern Abend von Mentor Wolfgang Clement in Duisburg das Gütesiegel "Top Job" und gehört damit zu den deutschlandweit besten 72 mittelständischen Unternehmen, die den Titel für ein Jahr tragen dürfen. Auch zehn Ost-Firmen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt finden sich unter den besten Arbeitgebern.

Die Bauerfeind AG ist eine der weltweit führenden Hersteller medizinischer Hilfsmittel - und das fernab von großen Wirtschaftsregionen. Mit den entwickelten und produzierten Bandagen, medizinischen Kompressionsstrümpfen, Orthesen und orthopädischen Einlagen hat sich das Unternehmen, das mittlerweile in Zeulenroda auf eine 81-jährige Geschichte zurückblicken kann, ein Refugium geschaffen. Die Mitarbeiter fühlen sich dem Unternehmen, der Marke und der Eigentümerfamilie in starkem Maße verbunden, die Fluktuation ist gering.

Das hat eine wissenschaftliche Untersuchung ergeben. Im Mai 2010 befragten Prof. Dr. Heike Bruch und ihr Team vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen die Bauerfeind-Mitarbeiter an den beiden deutschen Standorten in Zeulenroda und Remscheid (Nordrhein-Westfalen) und untersuchte das Personalmanagement des Unternehmens. Ziele und Werte, beispielsweise das Festhalten am Standort Deutschland oder das nachhaltige Wirtschaften, sind für die Beschäftigten demnach reell und nachvollziehbar. Gleichzeitig, so ihr Studien-Ergebnis, erfüllen Firmenerfolge auch die Mitarbeiter mit Stolz: das hervorragende Image auf dem Markt, das internationale Wachstum und nicht zuletzt das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Engagement in der Region.

 Auf den Fachkräftemangel und die Herausforderung, qualifiziertes Fachpersonal nach Zeulenroda zu locken, reagiere man bei Bauerfeind unter anderem mit detaillierten Einarbeitungsprogrammen und einer qualifizierten Begleitung der Mitarbeiter durch besonders geschulte Vorgesetzte. Zugleich setze das Familienunternehmen darauf, den Nachwuchs möglichst aus den eigenen Reihen zu entwickeln. Hierfür biete die im Juli 2007 eröffnete Bauerfeind Akademie als innerbetriebliches Schulungszentrum optimale Bedingungen. Interne und externe Referenten vermittelten nicht nur theoretisches Wissen, in den Werkstätten könne auch der praktische Umgang mit den Produkten geübt werden.

 

Zudem könnten sich Arbeitnehmer bei Bauerfeind in verschiedene Richtungen weiterbilden, beispielsweise ihre Sprachkenntnisse erweitern oder interkulturelle Kompetenzen erwerben - und damit der Internationalisierung von Bauerfeind Rechnung tragen. Über die Ergebnisse der Untersuchung freut sich natürlich auch der Vorstandsvorsitzende Prof. Hans B. Bauerfeind: "Die Auszeichnung basiert auf der Meinung unserer Mitarbeiter, das macht uns stolz. Wir freuen uns daher sehr über dieses Gütesiegel", sagt er. Dabei hat die Bauerfeind AG schon zahlreiche Auszeichnungen einheimsen können. Im Jahr 2009 beispielsweise gehörte das Familienunternehmen zu den 100 innovativsten im deutschen Mittelstand. Die Bauerfeind AG überzeugte mit einem maßgeschneiderten Investitionsmanagement.

 Derzeit arbeiten rund 2000 Mitarbeiter in 15 Tochtergesellschaften weltweit am nachhaltigen Erfolg des Unternehmens mit, in Europa, Asien, den USA und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. An den beiden Standorten in Deutschland sind es insgesamt 1580 Beschäftigte. Erstmals hatten die deutschen Mitarbeiter an der bundesweit branchenübergreifenden Meinungsumfrage zum Unternehmen teilgenommen. "Und es freut uns als Firma, dass wir das Gütesiegel ?Top Job? erhalten haben", sagte gestern auch Goetz-Peter Bierlich, Leiter Finanzen und Personal bei der Bauerfeind AG. "Bei der Befragung haben weit über drei Viertel der Mitarbeiter mitgemacht. Auch das zeigt eine große Verbundenheit. Denn immerhin mussten für die zahlreichen Fragebögen rund 20 Minuten aufgewendet werden. Wir haben als Unternehmen dafür beispielsweise extra Computerplätze in der Produktion zur Verfügung gestellt. Denn auch uns war es wichtig, die Einschätzung der Belegschaft zu erfahren.

 

Dass dann so ein tolles Ergebnis herauskam, ist Bestätigung und Ansporn zugleich", sagte Bierlich. Und er betonte, "unsere hochwertigen und zugleich schicken Produkte, die stets den medizinischen Erkenntnissen entsprechen, sind alle ?Made in Germany?"". Vom ersten Entwurf über die Produktentwicklung bis hin zur Herstellung passiere alles in Deutschland. "Wir haben nicht einen einzigen Zulieferer in Asien. Wir wissen was wir können und setzen auf die hohe Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter. Und unsere therapeutischen Produkte, die helfen, ein aktives und beschwerdefreies Leben zu führen, können nur in enger Zusammenarbeit mit Ärzten und Kliniken, Orthopädietechnikern und Patienten entwickelt werden", sagte er. Neben der Passgenauigkeit spiele auch das Design eine große Rolle. "Unsere Mitarbeiter sind stolz auf das, was sie tun. Und ihre begeisternde Frische steckt auch junge Leute an, die in unserem Unternehmen eine Ausbildung absolvieren wollen", betonte Bierlich. Das Team der Universität St. Gallen untersuchte die Arbeit von 169 Personalabteilungen mittelständischer deutscher Firmen aller Branchen. Die besten 72 Unternehmen, darunter Bauerfeind, tragen nun das Gütesiegel "Top Job".  M. T.