Bau ruht am Schweinestall Schöneck

Schöneck - Neuigkeiten gibt es in Sachen Bau eines Schweinestalls in Schöneck: Das Verwaltungsgericht Chemnitz verfügte eine aufschiebende Wirkung und stützt damit den Eilantrag der Stadt Schöneck.

Bürgermeisterin Isa Supli verbucht den Gerichtsentscheid als Zwischenerfolg. "Der vom Stadtrat Schöneck eingeschlagene Rechtsweg gegen den Vogtlandkreis als Baugenehmigungsbehörde zeigt sich als richtig. Aber natürlich bleibt das Hauptverfahren abzuwarten", so Suplie. Im Eilantrag habe man die einzige Möglichkeit gesehen, den Bau des Schweinestalles am Fuße der Hohen Reuth vorübergehend zu stoppen, so die Bürgermeisterin. Die Stadt legte dem Gericht ein neues Gutachten in Sachen Geruchsbelästigung vor. Stellung bezieht auch die Landkreisverwaltung. Man setze weiter auf einen vereinbarten Kompromiss, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Landrat habe dazu schon Anfang September weitere Gespräche mit den Beteiligten geführt. Den Bau vorerst selbst einzustellen und damit ein Zeichen zu setzten für eine mögliche außergerichtliche Einigung, war das Ergebnis. Eine gerichtliche Entscheidung und der Weg durch die Instanzen trage nach Auffassung des Landrates nicht zu einer Lösung in Schöneck bei, heißt es weiter. Auch sei der nun gerichtlich ergangene Beschluss keine Überraschung: "Nach dem der Antragsgegner ein weiteres Gutachten angekündigt hat, hat die Landkreisverwaltung dem Gericht signalisiert, dass ein vorläufiger Baustopp bis zur Klärung des Konflikts sinnvoll erscheint. Klarheit erwarten beide Seiten: Schöneck und der Investor. Das heißt, den gutachterlichen Vergleich abzuwarten oder noch besser, mit einem ausverhandelten Kompromiss parallel selbst zur Klärung und zur Befriedung beizutragen", teilt die Landkreisverwaltung hierzu abschließend mit. mad