Barbara Clear mit "Kulleraugen" in Festhalle

Plauen - Eine Stimme, eine Gitarre, stimmige Songs und nunmehr auch animierte eigene Bilder, die die Menschen ergreifen und sie die Gelegenheit nutzen lassen, in sich hineinzusehen und zu hören. In Plauen nach faszinierenden Auftritten im Malzhaus und im Theater längst keine Unbekannte mehr, wird die sympathische Passauerin nunmehr ein einmaliges Erlebnis in der Festhalle darbieten

Barbara Clear, 1964 in Bad Homburg geboren, hat das Gitarre spielen auf der Volkshochschule gelernt und nie eine Stunde Gesangsunterricht genommen. Sie sei sogar mit ihrer Schwester in früher Kindheit aus dem Chor "geflogen, weil wir stimmlich nicht tauglich waren." Trotzdem berührt sie stimmlich wie textlich und instrumental die Gemüter. Ihren ersten Bühnenauftritt hatte sie mit 16 Jahren. Nach dem Abi war eigentlich ein Biologie-Studium geplant.

 

Zunächst im "Zweitjob", denn sieben Jahre fuhr sie nachts Taxi, komponierte und textete tagsüber, tingelte in verrauchten Kneipen und auf Volksfesten. Obwohl Plattenfirmen auf sie aufmerksam wurden, einen Vertrag hat sie nie unterschrieben. Clear wollte und will kein vorgegebenes Konzept. Seit acht Jahren musikalisch wie wirtschaftlich selbständig, als singende musizierende Ich-AG unterwegs, verwirklicht die nunmehr 44-Jährige mehr und mehr ihren absolutistischen Anspruch: Die Künstlerin bin ich, kein von Marketingstrategen geplantes Produkt.

 

Längst ist aus der kaum bekannten Sängerin ohne Plattenvertrag und ohne Konzertveranstalter eine außergewöhnliche Sängerin und schon immer zweifelsfrei gute Gitarristin geworden. Stets allein auf der Bühne, unterhält und begeistert sie auch mal mit raffiniert arrangierten und interpretierten Stücken von Morisette, Kate Bush, Madonna, Janis Joplin, den Eagles, Led Zeppelin oder Queen. Vorgetragen jedoch stets auf außergewöhnlich hohem Niveau, ohne Playbacks, alles unplugged, ohne Maskerade.

 

Mit der "Kulleraugen-Tour" wolle sie die "Gefühle von Noten mit denen der Farben ergänzen. Aus purer Freude am Leben, bewaffnet mit Gitarre, Pinsel, Farben und viel Phantasie, habe ich mich aufgemacht, Grenzen zu überschreiten, um festzustellen, dass es keine Grenzen gibt für und zwischen Farbe und Musik." Ein Zusammenspiel von Musik und Farbe, von Liedern und Gemälden, projektionstechnisch brillant mit aufwändigen audio-visuellen Effekten in Szene gesetzt. Am 3. April ab 20 Uhr in der Festhalle. Und: Der Eintritt ist frei!  uhe