Bank trotzt Trend

Plauen - Die Zahlen sprechen für sich: So wuchs die Bilanzsumme der VR Bank bei nahezu gleich bleibendem Betriebsergebnis im vergangenen Jahr um 6,2 Prozent auf 981 Millionen Euro. Damit sei man sehr zufrieden, so Vorstandsvorsitzender Jürgen Handke. Sein Kommentar: "Während sich die Meldungen über gierige Bänker, Rekordverluste, Bankenverstaatlichungen und Anlegerentschädigung häufen, trotzt die VR Bank dem allgemeinen Trend." Der Bankdirektor fügt hinzu: "Maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen haben die acht vogtländischen Filialen mit den Kopfstellen in Plauen und Oelsnitz." Darüber freut sich die Plauener Filialdirektorin Andrea Kern. "Das Kundenanlagevolumen hat sich seit unseren Anfängen immerhin vervierfacht." Daneben macht sie auf ein Jubiläum aufmerksam. Sei es doch fast auf den Tag genau 15 Jahre her, dass die Plauener Filiale der VR Bank in das Haus Ecke Bahnhof- und Krausenstraße eingezogen ist. Manch Plauener wird sich erinnern, dass an dieser Ecke einst Kaufkraft abgeschöpft wurde. Befand sich doch zu DDR-Zeiten hier das sogenannte "Exquisit", ein Konfektions- und Schuhgeschäft, in dem Produkte aus dem "Westen" angeboten wurden. Übrigens: Einen Unterschied in der Bezahlung der Mitarbeitern West und Ost gebe es nicht. Nach anfänglich unterschiedlichen Tarifen werde seit Anfang der Neunzigerjahre bereits in Ost und West der gleiche Tarif bezahlt. Bankdirektor Jürgen Handke sieht in den Volumenzuwächsen bei den Kunden einen Vertrauensbeweis. "Unsere Kunden wollen eine Heimatbank, die eine Rendite zahlt, die die Kunden bei anderen Instituten nicht mehr erwartet, nämlich Sicherheit." So nahm das bilanzierte Kundenanlagevolumen im Bereich Plauen-Oelsnitz um 9,5 Millionen (5,1 Prozent) auf 196 Millionen Euro zu. Die Kunden seien auf Nummer sicher gegangen und hätten ihre Gelder verstärkt in Termineinlagen oder Sichteinlagen, also täglich verfügbares Geld, angelegt. Auch stieg die Gesamtsumme der Kredite im Vogtland. Sie betrug nach Saldierung mit den Tilgungen 97,7 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 9,5 Prozent entspricht. Gefragt waren Kredite für Investitionen in erneuerbare Energien sowie für den Erwerb von landwirtschaftlichen Flächen. Für die Kunden in Herlasgrün noch eine gute Nachricht: Mitte des Jahres präsentiert sich die VR Bank dort in neuen Geschäftsräumen.  L.B.