Bambes to go

Selbst in der größten Krise futtern viele Vogtländer gern Bambes. Wirtsehepaar Thomas Schmider und Annett Zoglauer-Schmider von der Falkensteiner Jägerhalle liefern seit wenigen Tagen ins Haus. "Ältere Herrschaften bekommen geliefert, wer mobil ist, den bitten wir auch, das Essen selbst abzuholen", so die Wirtin. Täglich um die 30 Essen gehen um die Mittags- und Abendzeit in der Assiette in die Haushalte. Bambes sind meistens dabei, denn für diese Kartoffelspeziaität ist die Jägerhalle beliebt. Dazu gibts Gulasch, Roulade, Sauerbraten oder Lachs. Für das Wirtspaar hat "Corona" vor allem eine dunkle Seite. Wiealle Gastronomen kämpfen sie ums Überleben und versuchen ihr Geschäft mit Liefer- und Abholservice über Wasser zu halten. Koch und Servicekräfte sind schon in Kurzarbeit. In der Küche brutzeln derzeit nur Ehepaar Schmider und ihre Eltern: Die "alten" Zoglauers und früheren Inhaber der Jägerhalle. "Wir wollen unsere Gaststätte wieder aufmachen, die Leute bedienen", sagt die Chefin, die auch für die "Bürger für Falkenstein" im Stadtrat sitzt. Als Gewerbetreibende von der Initiative "Blauer Punkt" müssten Händler in dieser Zeit zusammenhalten, so ihr Wunsch. So gehören zu den Kunden auch alteingesessene Falkensteiner, wie der Eisenkießling, Architekt Fugmann oder die Grundstücksgesellschaft.