Bahn verärgert Bürgermeister

In diesem Jahr sind weitere Verschönerungen im Kurort Bad Brambach geplant. Eines der wichtigsten Vorhaben ist die Fortführung der Arbeiten im Bereich des Marktplatzes, sagt Bürgermeister Wolfram.

Zu den Maßnahme zählt auch der Fußweg bis zur Einfahrt am Gemeindeamt. Die Gesamtkosten der Bautätigkeiten beziffert Bürgermeister Wolfram auf rund 190 000 Euro - 75 Prozent Fördermittel werden erwartet.

Verbessert werden sollen künftig auch die Parkmöglichkeiten im Kurzentrum. "Mit dem Abriss des alten Sprudelgebäudes entstanden rund 50 Parkplätze. "Schon seit 2005 beschäftigte uns bereits der geplante Durchstich am Bahndamm, mit dem das Kurgelände vom Verkehr entlastet werden soll und der nun auf Grund veränderter Förderermodalitäten aber in Verantwortung der Sächsischen Staatsbäder GmbH erfolgen wird", kündigt Wolfram an. "Ein wichtiges Vorhaben, das nun durch die Unterstützung des Landratsamtes endlich auf den Weg gebracht werden kann, weil die bisherigen Parkplätze den Heilwasserschutzesanforderungen nicht genügt haben", betont Wolfram. Er hofft, dass beide Maßnahmen in diesem Jahr realisiert werden können.

Ein weiteres Bauvorhaben ist eine vom Zweckverband Wasser und Abwasser schon seit mehreren Jahren angekündigte Investition in Form eines erforderlichen Kanalbaus, der dieses Jahr in der Fleißner Straße erfolgen soll. "Aus Kostengründen würden wir als Gemeinde gerne gleich die Straße mit sanieren. Leider haben wir aber bisher noch keinen Fördertopf gefunden, in dem noch Geld für 300 Meter Straße verfügbar sind", bedauert Helmut Wolfram. Er verweist zudem darauf, dass der Vogtlandkreis eine Möglichkeit erörtert, die Straße gegebenenfalls auch als Kreisstraße mit Anbindung nach Fleißen auszubauen. Einer Studie aus dem benachbarten Tschechien zufolge, wäre dann aber täglich mit 400 bis 600 Fahrzeuge zu rechnen. "Das geht natürlich in keinem Fall, den wir haben lange genug gekämpft, um im Ort eine Verkehrsberuhigung zu erreichen. Wenn schon als Kreisstraße gebaut werden sollte, dann nur mit einer Anbindung an die Ortsumgehungsstraße", fordert Wolfram.

Konsequent hält er an seiner Entscheidung fest, was den von der Deutschen Bahn in diesem Jahr geplanten Umbau von insgesamt fünf Bahnübergängen im Gemeindegebiet betrifft. Der Kurort mit seinen rund 2000 Einwohnern soll mit einem erheblichen Eigenanteil an den Umbauten beteiligt werden. Geld, das die Gemeinde satt an anderer Stelle gebrauchen könnte.

"Wir werden bis zum letzten für eine kostengünstigere Lösung kämpfen. Es kann nicht sein, dass ein solcher Bahnübergang für 500 000 Euro umgebaut wird und sich die Bahn ihre Anlagen mit einer Luxussanierung vergolden lässt", findet der Bürgermeister.

Wie er berichtet, sieht außerdem eine Bau- und Betriebsordnung des Eisenbahnbundesamtes für die Signalanlagen kostengünstigere Maßnahmen vor, die rund 15 000 Euro kosten würden. "Das wäre ausreichend, zumal die Übergänge meist auf Waldwege führen", macht Helmut Wolfram aufmerksam.

Schon seit mehreren Jahren geplant ist auch die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges. Das Vorhaben wurde erneut in den Haushaltsplan aufgenommen. Eine Förderung innerhalb der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sei bisher leider erfolglos geblieben. "Nun haben wir wieder einen Förderantrag auf Landkreisebene gestellt und hoffen 2012 auf ein neues Auto für die Gemeindefeuerwehr Bad Brambach", so Helmut Wolfram.