Bagger in Plauen stößt auf Fliegerbombe

Eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Montag in Plauen durch einen Baggerfahrer ans Tageslicht gebracht. Daraufhin hat der Einsatzstab aus Polizei, Rettungskräften und Ordnungsamt 500 Leute aus ihren Häusern evakuiert.

Hinzu wurden 150 Patienten aus dem Helios-Klinikum intern im Haus verlegt. Im Radius von 500 Metern vom Fundort entfernt - die Bombe lag am Bahndamm nahe der Reichenbacher Straße an der Nebenstraße "Am Gericht" - wurden die Häuser leergezogen. Das galt auch für Büroräume und ansässige Autohäuser. Der 75 Kilo schwere Sprengkörper habe sich relativ flach, etwa nur 30 Zentimeter unter der Erde befunden, sagt Michael Wolf von der Hoch- und Tiefbau Reichenbach GmbH (Foto) und Projektleiter des Baus "Haltepunkt Mitte".

Rund 40 Bauarbeiter hatten am Montag zu Mittag schon Feierabend. Alle Bagger ruhten. "Wir hoffen, dass die Baupause nur einen Tag dauert", so Wolf. Das gesamte Gebiet von "Haltepunkt Mitte" wurde im Vorfeld als Verdachtsfläche für Sprengstoff-Funde ausgewiesen. Das Bahngelände wurde 1945 besonders stark bombardiert. Deshalb fanden im Vorfeld schon intensive Voruntersuchungen statt. cze