Bäume versperren Blick auf Göltzschtalbrücke

Netzschkau - Die Göltzschtalbrücke ist das Wahrzeichen des Vogtlandes und eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Und sie zieht Touristen an. Deshalb ist Landrat Dr. Tassilo Lenk durchaus für ein Freischneiden des Bauwerks - maßvoll.

Gegenwärtig sei Freischneiden nicht erforderlich, lässt Lenk in einer Mitteilung wissen. Entsprechende Forderungen hatte es zum 160. Brücken-Geburtstag gegeben. "Es ist ein Gleichgewicht zwischen Bauwerk und Natur zu finden", sagt Lenk, der Vorsitzender des Tourismusverbandes Vogtland ist.

2009 wurde die Brücke von der Bundesingenieurkammer nach dem Schiffshebewerk Niederfinow (2007) zum "Historischen Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst" erklärt. Lenk: "Die Natur flankiert selbstverständlich die Brücke und bildet den Rahmen." Die Eigentümer müssten eine Lösung finden, das prachtvolle Bauwerk im touristische Sinne zu nutzen. Eine Vereinbarung zwischen Landkreis und den drei Anliegerkommunen Reichenbach, Mylau und Netzschkau hatte es ermöglicht, 2004 bis 2007 das Areal touristisch aufzuwerten.

Es entstand ein Parkplatz, die Gestaltung des Bühnenbereiches, Wege und Spielmöglichkeiten sowie ein Fotopunkt, der den Blick und die Schnappschüsse ermöglicht, die die Brücke so sehenswert machen. "Seither gibt es jährliche Abstimmungen, was die notwendigen Ausschneidungen betrifft", so Lenk weiter. Im letzten Jahr wurde in der Gemarkung Mylau eine bewaldete Fläche von 0,12 ha freigelegt mit dem Ziel, einen besseren Sichtwinkel auf das Bauwerk zu erreichen. Weitere Rodung, so die Info von Bürgermeister Schneider an das Landratsamt, sei nicht vorgesehen, sagt Lenk. ufa