Badegewässer im EU-Vergleich Spitze

Brüssel/Dresden/Plauen - Um die Sauberkeit ihrer Badegewässer müssen sich die Sachsen keine Sorgen machen. Sie liegen bei der Gewässerqualität im bundesweiten Vergleich mit an der Spitze. Von den 30 Badeseen und Talsperren im Freistaat erfüllten im vergangenen Jahr 27 die besonders strengen EU-Richtwerte.

Dazu gehören auch die Talsperren im Vogtland. Die übrigen drei Gewässer boten dem Bericht zufolge immerhin ausreichend sauberes Wasser zum Schwimmen: Der Kamenzer Knappensee, die Kiesgrube Pratzschwitz in der Sächsischen Schweiz und der aus einem Tagebau entstandene Olbersdorfer See im Landkreis Görlitz. Damit konnte der Freistaat das hohe Niveau der Vorjahre halten und rangiert mit Thüringen bundesweit an der Spitze. Insgesamt erfüllten in Deutschland 97,2 Prozent der Flüsse und Seen die europäischen Mindeststandards. Davon entsprachen 78,5 Prozent den strengen EU-Richtwerten. Allerdings fielen 17 Binnengewässer in Bayern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein durch - und damit fast doppelt so viele wie im vorhergehenden Berichtsjahr.

Der europäische Badegewässerbericht erscheint jedes Jahr und bewertet die Wasserqualität an mehr als 21 000 ausgewiesenen Badestellen innerhalb der EU, davon alleine 2285 in Deutschland. Dabei werden alle Flüsse und Seen auf physikalische, chemische und mikrobiologische Verunreinigungen getestet. Dazu zählen unter anderem Fäkalbakterien, Mineralölrückstände, Reinigungsmittelschaum und giftige Säuren.

Europaweiter Spitzenreiter war laut dem Ranking erneut Zypern, wo alle getesteten Badestellen neben den Mindeststandards auch die strengeren EU-Leitwerte erfüllten. Bulgarien, Estland, Griechenland und Slowenien schnitten ebenfalls gut ab. Europaweit war 2010 das Wasser in neun von zehn getesteten Fällen ausreichend sauber zum Schwimmen. va