Bad Elsteraner hat Papst als Paten

Trubel in Rom und dem Vatikanstaat: Papst Benedikt XVI. begeht seinen 85. Geburtstag. Der Papst empfängt in diesen Tagen besonders oft Delegationen kirchlicher Würdenträger, aus Politik, Wirtschaft und dem Volk, festliche Reden und Konzerte reihen sich aneinander.

In diesen Stunden gehen die Gedanken von Florian Merz, GMD und Intendant der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH Bad Elster, besonders innig zum Papst. "Joseph Ratzinger ist seit rund 50 Jahren ein guter Freund meiner Familie", verrät Florian Merz jetzt auf Anfrage des . Die Beschäftigung mit theologischen Fragen bildeten dabei den Grundstein. Bei der Geburt von Florian Merz 1967 wurde Ratzinger Taufpate. Damals war Ratzinger schon über 15 Jahre Priester - ab 1966 hatte er den Lehrstuhl für Katholische Dogmatik an der Eberhard Karls-Uni in Tübingen inne, ab 1969 lehrte er an der Uni Regensburg. Familie Merz lebte in Düsseldorf.

"In meiner Jugend hatte ich regelmäßigen Kontakt zu meinem Taufpaten. Seitdem Ratzinger Papst ist, werden Audienzen streng bewacht und sind zeitlich eng bemessen", weiß Florian Merz. Auch die Papst-Audienz von Sachsens Landesvater Stanislaw Tillich, der am Donnerstag dem Papst Geburtstagsgrüße überbringt, werde sicher nur kurze Zeit dauern, schätzt Benedikts Patensohn ein. "Ich schätze am Papst persönlich, dass er immer auf dem Boden geblieben ist, er immer von Inhalten, nie von Macht getrieben wurde", sagt der Generalmusikdirektor.

Einen besonderen Gruß von seinem Patensohn besitzt der Papst schon lange: Eine Einspielung der neunten Sinfonie von Beethoven durch die Chursächsische Philharmonie Bad Elster auf historischen Instrumenten - live aus dem König-Albert-Theater, anlässlich 50 Jahre Deutsche Wiedervereinigung. Damit habe der Papst, selbst Klassik-Liebhaber und aller Musik aufgeschlossen gegenübestehend, ein gutes Stück Vogtland immer bei sich. Diese CD-Aufnahme und noch so manche andere Musik sei eine ganz persönliche Botschaft von Florian Merz an Benedikt XVI.