Bad Elster wünscht stärkere Beachtung

Vor dem Ratsbeschluss waren die Schwerpunkte in den Ausschüssen beraten worden. In der Stellungnahme wird darauf hingewiesen, die spezifische Situation von Gemeinden mit überregionalem Tourismus und Kurbetrieb bei den Festlegungen für die Ausweisung von Grundzentren in den Regionalplänen zu berücksichtigen.

Bei den Vorgaben der notwendigen Einwohnerzahl von 7000 im Verflechtungsbereich des ländlichen Raumes würde die Anzahl der ständig in Kur- und Erholungsorten anwesenden Gäste in keiner Weise berücksichtigt. Bad Elster hat derzeit etwa 3700 Einwohner. Die vorgehaltene Infrastruktur für zusätzlich rund 3000 Gästebetten sowie über 200 000 Tagesbesucher im Jahr entspreche der einer Stadt mit mehr als 7000 Einwohnern. Damit wären die Vorgaben erfüllt.

Ausführungen werden in der Stellungnahme auch zum Thema Tourismus und Bereich Kultur gemacht und auf die zentrale Rolle von Bad Elster im Oberen Vogtland und als das bedeutendste touristische Zentrum im Landkreis verwiesen. Einzig die zwingend zu erfüllende Funktion als ÖPNV-Knotenpunkt wird aus Sicht der Stadt nur schwierig zu erfüllen sein.

In der Stellungnahme nimmt die Stadt außerdem Bezug auf den Entwurf des Landesentwicklungsplanes, wonach nur in zentralen Orten ein Grundschulangebot vorhanden sein soll. Ziel des Freistaates sollte sein, Grundschulangebote auch außerhalb von zentralen Orten im ländlichen Bereich aufrecht zu erhalten, wenn hierfür ein öffentliches Bedürfnis besteht, wird in der Stellungnahme hervorgehoben.

Außerdem angeregt wird, nicht nur die Vernetzung von öffentlichen und privaten Kultureinrichtungen und Initiativen des grenzüberschreitenden Kulturaustausches und der Kulturpflege anzustreben, sondern auch eine Verbesserung der Zusammenarbeit der sächsischen Kulturräume untereinander.