Bad Elster: Sozialmanager für Integration

Die Stadt Bad Elster hat sich bereits frühzeitig im März 2015 zur dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen im Asylverfahren bereit erklärt, informiert Bürgermeister Olaf Schlott in einem Schreiben.

Über das kommunale Wohnungsunternehmen sind derzeit 17 Wohnungen in einem Wohnblock mit insgesamt 69 Wohnungen (Am Kuhberg 62 in Bad Elster) zur Unterbringung von bis zu 30 Asylbewerbern dem zuständigen Landkreis zur Verfügung gestellt. Im Gebäude wohnen vorwiegend ältere Menschen. Dank eines offenen Dialogs sei es gelungen, eine breite Basis der Zustimmung und der Hilfsbereitschaft zu finden.

Unter dem Dach der Kirche hat sich ein ehrenamtlicher Helferkreis gebildet, der mit viel Engagement und Herzblut die Betreuung der Flüchtlinge vor Ort übernommen hat vom Behördengang bis zur Überwindung sprachlicher Barrieren. Dafür möchte sich die Stadt Bad Elster nochmals für die aufopferungsvolle Arbeit bei den Frauen und Männern des Helferkreises bedanken!

Die bisherigen Erfahrungen zeigten jedoch, dass diese Ziele nicht allein durch das Ehrenamt zu realisieren sind. Insbesondere die Vernetzung der einzelnen Partner wie Vereine, Schule und Kindergarten sowie Ärzte und Arbeitgeber könne nur durch eine zentrale Person im Hauptamt geleistet werden. Ein zentraler Ansprechpartner im Ort stelle eine Organisations- und Kommunikationserleichterung für die zuständigen Fachbehörden dar.

Bad Elster wird ein Begegnungszentrum schaffen. Hier soll entsprechend der Vorstellung, ein zentraler Anlaufpunkt für die Integration der Flüchtlinge entstehen. Aus dem Programm "Fördermittel für integrative Maßnahmen" wurden per Bescheid der Stadt Bad Elster Finanzmittel in Höhe von 38 013 Euro zugesprochen.

Mit diesen Mitteln könne das Projekt umgesetzt werden. Die Ausschreibung der neu zu besetzenden Stelle der Sozialmanagerin/des Sozialmanagers ist veröffentlicht. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März, informiert Bürgermeister Olaf Schlott.