Bad Elster: Grundschule nicht gefährden

Die Fakten sprechen für sich. Der Bildung einer ersten Klasse im kommenden Schuljahr in Bad Elster ist ein öffentliches Bedürfnis. Das sieht nicht nur Bürgermeister Christoph Flämig so, sondern auch die Stadträte. Sie schickten zur jüngsten Ratssitzung den einstimmig verabschiedeten Beschluss in Richtung Sächsisches Staatsministerium für Kultus. Darin wird das Ministerium aufgefordert, der Bildung der 1. Klasse an der Grundschule Bad Elster im Schuljahr 2012/13 zuzustimmen.

De facto fehlen vier Grundschüler. Zur Bildung einer Klassenstufe sind 15 Anmeldungen nötig. In Bad Elster gibt es 17. Allerdings kommen davon fünf per Ausnahmeantrag von Kindern außerhalb des Schulbezirkes. Auch ein Sprachintegrationskind kommt hinzu. Das spreche für den hervorragenden Ruf, den die Grundschule Bad Elster benötigt samt des Lehrerteams, wertet das Flämig.

Die Schulleitung werde die Ausnahmeanträge wegen Vorliegen wichtiger Gründe zulassen, die Sächsische Bildungsagentur müsse den Anträgen zustimmen, wolle man die Existenz der Grundschule nicht gefährden. Denn schließlich ist das kommende Schuljahr tatsächlich nur ein "Ausrutscher" in Sachen Schülerzahlen. Bereits im Folgejahr sind 23 Kinder einzuschulen, 2014/15 27 Kinder, 2015/16 stolze 33 Kinder und in den Jahren 2016/17 immerhin 20 Kinder und 2017/2018 sind 21 Kinder zu erwarten.

"Der Bestand der Grundschule Bad Elster ist in keinster Weise gefährdet", macht der Bürgermeister mit Nachdruck deutlich und liefert weitere Fakten. Derzeit besuchen die 1. Klassenstufe 29 Schüler, Klasse 2 sind es 26 Schüler, in Klasse 3 lernen 40 Schüler und in der 4. Klasse 20 Grundschüler. Zudem ist Bad Elster Stützpunktschule der Sprachheilschule in Zwickau. Gegenwärtig werden insgesamt 22 Sprachintegrationskinder beschult, davon 10, die außerhalb des Schulbezirkes wohnen.

Beschult werden in Bad Elster gegenwärtig auch 12 bis 15 Kinder pro Jahr, deren Eltern in Bad Elster zur Kur weilen. Solche und viele weitere Zusatzangebote gefährde man, wenn man im kommenden Schuljahr eine "Lücke" zulasse und keine erste Klasse bilden könne.

Die Stadträte waren sich einig, dass Schulträger und Freistaat Sachsen nach Vorschriften des Schulgesetzes zusammenwirken müssen und Entscheidungen treffen, die bestmögliche Lernbedingungen für die Kinder zulassen.