Bad Elster: Dicke Turbine schwebt in Kraftwerk

Eine fast 40 Tonnen gewichtige "Lady" hängt nicht aller Tage in der Luft: Etliche Bad Elsteraner schauten am Mittwoch denn auch gespannt zu, wie die neue Gasturbine vom Sattelauflieger der Herstellerfirma "Turbomach" (Schweiz) in das Kesselhaus des Fernheizwerkes Bad Elster einschwebte.

Ab Herbst wird die neue Turbine dann für 80 Prozent aller Elsteraner Gebäude die Wärme liefern. Darunter sind fast alle Kliniken, Hotels, Pensionen, das Sächsische Staatsbad, Privathäuser und das Neubaugebiet. Hierfür Wärme erzeugt hat schon die Vorgänger-Turbine. Doch die habe nach 18 Jahren ausgedient, sagt Kraftwerksleiter Martin Schwarzenberg (Foto). Das Fernkraftwerk wurde 1898 errichtet und ist heute das zweitälteste unter Gas- und Dampfturbinenkraftwerken.

Als solches arbeite es äußerst effizient. Nur etwa 15 Prozent gingen als Abgase verlustig. Die Turbine erzeugt aus Erdgas mit rund 15 000 Umdrehungen pro Minute Wärme und Strom. Drei Millionen Euro wurden investiert von dem Chemnitzer Energieversorger "eins energie in sachsen". Bis 1992 gehörte das Fernkraftwerk dem Staatsbad, bis 2003 war es städtische GmbH, danach veräußerte es der Kurort an "eins". Cornelia Henze