Ausreißerin auf vier Pfoten in Plauen wieder da

Plauen - Pünktlich zu Weihnachten ist sie wieder zurück, die freiheitsliebende Maria. Der Schäferhund-Mix kam am 31. Juli ins Plauener Tierheim, nachdem er bereits eine Weile im Raum Markneukirchen gesichtet wurde.

 

Als "streunender" Hund war sie unterwegs, bekam ab und zu mal Futter von Anwohnern. Als sie regelmäßig wiederkam, wurde sie gezielt angefüttert, eingefangen und ins Tierheim an den Galgenberg in Plauen gebracht.

Mehr als zwei Wochen lebte sie dort, hatte sich gut eingelebt. War sehr zutraulich, verschmust und freundlich zu Menschen. Ein Chip im Ohr verriet, dass sie im Tierheim Eisenach entlaufen war. Dort erzählten die Mitarbeiter von einer Vermittlung im Januar und dem eigentlichen Namen Hexe. Wie die Hündin damals nach Markneukirchen kam, bleibt bis heute ein großes Rätsel. Für die Plauener blieb sie weiter Maria.

Um ihr etwas Gutes zu tun, durfte sie am 12. August in den Hundeauslauf, wo sie bereits kurze Zeit später den zwei Meter hohen Zaun überkletterte und ins Haus kam. Dort erschrak sie sich fürchterlich vor einem umfallenden Besen und lief davon. Lange gab es kein Lebenszeichen von ihr. Keiner wusste wo sie ist, ob sie überhaupt alleine in der "Wildnis" durchkam. Schon im Frühjahr erwies sie sich als wahre Überlebenskünstlerin, streifte wochenland durch Stadt und Wälder, wie wohl auch diesmal. Ende Oktober fuhr Franziska Behrens vom Tierheim mit der Straßenbahn nach Hause.

 

Mitten in der Stadt, in aller Seelenruhe trottete die Hündin die Straße entlang. Von da an gab es immer mal wieder Leute, die von ihr berichteten. Zutraulich wie sie war, schnüffelte sie an Taschen und kam oft ganz nah an Passanten. Jedoch einfangen ließ sie sich von niemanden. Seit ein paar Tagen hielt sie sich im Stadtpark auf. Eine Anwohnerin gab ihr immer wieder Futter, konnte auch nah an sie heran. Doch so schnell wie Maria da war, war sie auch wieder weg. In Absprache mit dem Tierheim sollte der richtige Moment abgepasst werden. Mehrere Versuche scheiterten. Am frühen Donnerstag klingelte das Telefon. Maria sei vor dem Haus und fresse. Petra Schmidt machte sich sofort auf den Weg und hatte Glück. Vor ihr stand die Hündin, ließ sich sogar mit Leckerchen locken. Schmuste gleich und schien sich über das Wiedersehen zu freuen. Doch jedem Griff nach dem Halsband wich sie aus. Ein benachbarter Hund forderte sie zum Spielen auf und lenkte sie so von den Menschen ab. In einem guten Moment schnappte die Leine in die Öse am Hals.

Nun wird sie vorerst in einem Zwinger verweilen müssen, denn das Risiko, sie wieder entwischen zu lassen, möchte keiner eingehen. Schön wäre es, wenn sie schnell vermittelt werden könnte, sei sie doch so lieb und menschenfreundlich. Allerdings sollten die zukünftigen Besitzer möglichst immer in ihrer Nähe sein und auch von der Leine kann sie beim Spaziergang eher nicht gelassen werden.