Ausgerissen und Federvieh gerissen

Zwei Hunde haben Enten, Gänse und Hühner im Rosenbacher Ortsteil Fasendorf tot gebissen. Ein Augenzeuge spricht von einem Blutrausch. Die Huskys waren ausgebüxt.

Rosenbach/Fasendorf - "Gegen 14 Uhr wurde ich plötzlich durch ein Riesengezeter auf dem Nachbargrundstück aufgeschreckt. Was ich über den Zaun hinweg sah, war haarsträubend", berichtet Nachbar und Augenzeuge Thomas Hering aus der Fasendorfer Dorfstraße: 
"Zwei Huskys machten sich zunächst über den Enterich meines Nachbarn her und fraßen ihn fast vollständig auf. Anschließend wüteten sie unter den anderen Tieren. Zurück blieben drei Gänse, eine weitere Ente, ein Hahn und ein Huhn - alle tot. Zwei der Enten hatten sich aus dem Grundstück gerettet und fanden am Teich ihr Ende. Ich habe noch nie solche mordlustigen Hunde gesehen, die alles, was sich bewegte zerfleischten. Eine Ente hatte sich unter einem Holzstapel versteckt - die Hunde zerrten sie hervor und töteten sie ebenfalls", fügt Hering im Gespräch an.
Er hatte die Polizei informiert, die den Vorfall nach einer halben Stunde vor Ort aufnahm. An die Hunde, die zu diesem Zeitpunkt noch im Bereich waren, trauten sich weder die beiden Polizisten noch Hering heran. Sie sollen nach einigen Stunden in Schneckengrün festgestellt worden sein. 
Laut Polizei waren die Hunde aus einem umzäunten Grundstück ausgebüxt, indem sie sich unter einem Tor durchgegraben hatten. Die Besitzerin habe sie wieder eingefangen (und in eine Garage eingesperrt?), heißt es im Polizeibericht weiter. 
Eigentümer der Huskys ist nach Recherchen des Vogtland-Anzeigers eine Familie aus Mehltheuer , die bei Fasendorf ein Grundstück gepachtet hat, auf dem sich die Hunde aufhielten - und ausbüxen konnten. Die Hundebesitzer gaben auf Anfrage der Zeitung keine Auskunft.
Ihre Opfer fanden die Hunde 500 Meter entfernt im Ortskern Fasendorfs, in einem Grundstück, das nicht verschlossen und dessen Eigentümer nicht anwesend war.
Von den Hundebesitzern waren bei einem Gesprächsversuch vor Ort keine Auskünfte zu erhalten. 
Wie Augenzeuge Hering berichtet, haben die Hundebesitzer am Dienstagabend erklärt, dass sie die beiden Hunde vor etwa anderthalb Wochen in Berlin erworben hätten und sie bisher nicht auffällig gewesen seien. "Wie sie erwähnten, hatten sie noch keine Zeit gefunden, eine Versicherung abzuschließen", sagt Hering. Die Polizei beziffert den Schaden auf 100 Euro, was im Dorf als zu gering angesehen wird.    jpk/ufa