Ausbau trotz guten Zustands

Oelsnitz - Das Rathaus erreichen vermehrt Anfragen zum geplanten Bau der Dr.-Friedrichs-Straße in Oelsnitz, seit das Vorhaben kürzlich Thema im Stadtrat war. Kontrovers diskutiert wird es, weil die Straße im Vergleich zu anderen städtischen Straßen noch in gutem Zustand ist. Die Dr.-Friedrichs-Straße - einst Teilstück der B 92 - wurde mit der Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung zur Kommunalstraße abgestuft. Im Nebenstraßennetz hat sie die Bedeutung einer Sammelstraße im Stadtkern.

Folgendes hat die Stadt vor: "Im Kreuzungsbereich zur Karl-Liebknecht-Straße soll dem Unfallschwerpunkt mit baulichen Mitteln - einer Verjüngung der Fahrbahnbreite - entgegengewirkt werden", erklärt Stadtbaumeisterin Karin Schuberth. Beim Straßenbau müssen auch die Versorgungsleitungen erneuert werden. Komplett ausgetauscht werden müssen die überalterten Elektroleitungen, die nun schon 50 Jahre in der Erde liegen. Von der Hauptleitung Gas sollen die Hausanschlussleitungen ausgewechselt werden.

Die Verkehrsneuordnung sei wesentlicher Bestandteil des Programms im Sanierungsgebiet "Stadtkern". Deshalb wird die Maßnahme mit Fördermitteln von Bund und Land unterstützt. Ein Drittel der Kosten muss die Kommune als Eigenanteil tragen. "Sollte die Baumaßnahme nicht umgesetzt werden, müssen die Fördermittel zurückgezahlt werden. Eine andere Straße kann dafür nicht gebaut werden", gibt Schuberth zu bedenken. Doch der gegenwärtige Haushaltstopp auf Grund der Finanzklemme lässt auch bei der Dr.-Friedrich-Straße noch keinen konkreten Baubeginn erkennen. "Sobald Förderprogramme zum allgemeinen Straßenbau zur Verfügung stehen, sind wir bemüht, auch Straßen außerhalb des Sanierungsgebietes instand zu setzen", kündigt die Stadtbaumeisterin an. Zwischenzeitlich werden Schlaglöcher ausgeflickt.  R.W.